Wer ist eigentlich … Keisuke Honda?

honda_fNun sind sie doch ausgeschieden. Nach zwei knappen Niederlagen gegen Inter konnte das Team von ZSKA Moskau den Einzug ins Halbfinale der Champions-League nicht realisieren. Aber es war schon ein großer Erfolg für die Russen, die ja in der Gruppe den VfL Wolfsburg ausschalteten und unter anderem ein 3:3 im Old Trafford erreichten. Im Achtelfinale konnte man dann gegen den favorisierten FC Sevilla gewinnen, wobei insbesondere der Japaner Keisuke (sprich: Keiske) Honda auf sich aufmerksam machte, indem er im Rückspiel einen Treffer vorbereitete und einen direkten Freistoß zum 2:1-Sieg versenkte. Aber wer ist dieser Kerl eigentlich?

ZSKA holte ihn in der Winterpause als neuen Mitteldfeldmotor vom holländischen Club VVV Venlo. Bei den Limburgern hatte er in zwei Jahren einige Schussraketen abgefeuert und avancierte mit 24 Treffern auch zum Publikumsliebling. Der Blondschopf sorgte damit unter anderem für den Aufstieg in die Eredivisie. Ursprünglich stammt er aus der Jugend von Gamba Osaka, unterschrieb seinen ersten Profivertrag aber bei Nagoya Grampus. Dort entwickelte er sich schnell zum Stammspieler und Leistungsträger. Mit der Jugendnationalmannschaft nahm er an den Olympischen Spielen in Peking teil und gehört längst zum Kader des A-Teams. Jetzt also der Wechsel zu ZSKA Moskau. Dort tritt der Japaner seit Mitte März nun in der Premier Liga gegen die großen Namen der Taiga und Tundra an. Um es mit Status Quo zu sagen: You’re in the army now!

Aus dem privaten Bereich ist von Honda die Marotte überliefert, dass er stets mit zwei Armbanduhren, je eine pro Arm, unterwegs ist. Als Grund gab er unter anderem an, dass er damit seine „Körperbalance“ zu bewahren sucht. Ok. Außerdem ist er großer Fan vom Kult-Manga Captain Tsubasa. Sein Lieblingsspieler ist Kojirō Hyūga, der Erfinder des Tigerschusses. Ihn haben wir vor zwei Wochen als japanische Nummer 9 resp. „Ronny Rakete“ (R.K.) kennengelernt.

Unter Keisuke Hondas Verwandten befinden sich übrigens auch andere bekannte Sportler. Ein Großonkel war ein erfolgreicher Kanute und dessen Sohn ein Profi-Wrestler. Tamon Honda, einer seiner Spitznamen war Genjin (Urmensch), hatte finishing moves mit den schönen Namen „Dead End“ und „Olympic Hell“. Der finishing move von Keisuke ist eindeutig der Freistoß. In seiner holländischen Zeit hat er sich aber zum kompletten Spieler im zentralen Mittelfeld entwickelt. Von Mitspielern wird sein Stil mit dem von Roberto Baggio verglichen. Aber urteilen Sie selbst:

(Bild: flickr.com/Steve.Maw unter creative commons)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

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