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Wer ist eigentlich … Keisuke Honda?

7. April 2010 · Franco Persico · 1 Kommentar ·

honda_fNun sind sie doch ausgeschieden. Nach zwei knappen Niederlagen gegen Inter konnte das Team von ZSKA Moskau den Einzug ins Halbfinale der Champions-League nicht realisieren. Aber es war schon ein großer Erfolg für die Russen, die ja in der Gruppe den VfL Wolfsburg ausschalteten und unter anderem ein 3:3 im Old Trafford erreichten. Im Achtelfinale konnte man dann gegen den favorisierten FC Sevilla gewinnen, wobei insbesondere der Japaner Keisuke (sprich: Keiske) Honda auf sich aufmerksam machte, indem er im Rückspiel einen Treffer vorbereitete und einen direkten Freistoß zum 2:1-Sieg versenkte. Aber wer ist dieser Kerl eigentlich?

ZSKA holte ihn in der Winterpause als neuen Mitteldfeldmotor vom holländischen Club VVV Venlo. Bei den Limburgern hatte er in zwei Jahren einige Schussraketen abgefeuert und avancierte mit 24 Treffern auch zum Publikumsliebling. Der Blondschopf sorgte damit unter anderem für den Aufstieg in die Eredivisie. Ursprünglich stammt er aus der Jugend von Gamba Osaka, unterschrieb seinen ersten Profivertrag aber bei Nagoya Grampus. Dort entwickelte er sich schnell zum Stammspieler und Leistungsträger. Mit der Jugendnationalmannschaft nahm er an den Olympischen Spielen in Peking teil und gehört längst zum Kader des A-Teams. Jetzt also der Wechsel zu ZSKA Moskau. Dort tritt der Japaner seit Mitte März nun in der Premier Liga gegen die großen Namen der Taiga und Tundra an. Um es mit Status Quo zu sagen: You’re in the army now!

Aus dem privaten Bereich ist von Honda die Marotte überliefert, dass er stets mit zwei Armbanduhren, je eine pro Arm, unterwegs ist. Als Grund gab er unter anderem an, dass er damit seine “Körperbalance” zu bewahren sucht. Ok. Außerdem ist er großer Fan vom Kult-Manga Captain Tsubasa. Sein Lieblingsspieler ist Kojirō Hyūga, der Erfinder des Tigerschusses. Ihn haben wir vor zwei Wochen als japanische Nummer 9 resp. “Ronny Rakete” (R.K.) kennengelernt.

Unter Keisuke Hondas Verwandten befinden sich übrigens auch andere bekannte Sportler. Ein Großonkel war ein erfolgreicher Kanute und dessen Sohn ein Profi-Wrestler. Tamon Honda, einer seiner Spitznamen war Genjin (Urmensch), hatte finishing moves mit den schönen Namen “Dead End” und “Olympic Hell”. Der finishing move von Keisuke ist eindeutig der Freistoß. In seiner holländischen Zeit hat er sich aber zum kompletten Spieler im zentralen Mittelfeld entwickelt. Von Mitspielern wird sein Stil mit dem von Roberto Baggio verglichen. Aber urteilen Sie selbst:

(Bild: flickr.com/Steve.Maw unter creative commons)

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Kategorie: Internat. Frühschoppen

1 Kommentar

  • 1 Fränck von Schleck // 8. Apr 2010 um 18:48 Uhr

    Nicht schlecht, der Specht! Lecker Freistöße und Volley-Abnahmen hat der Gute drauf…

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