Wer ist eigentlich… Arjen Robben?

speedy-gonzales-arjen-robbenEr ist der Mann der Woche. Mit seinem Last-Minute-Tor gegen den FC Schalke ballerte Bayerns bester Holländer seinen Klub ins Finale von Berlin – und sich selbst noch tiefer in die Herzen der Fans. Mauertaktik stellt den Mann vor.

Ein Blick in die Spielerakte fördert zunächst Wohltuendes zu Tage: Arjen Robben heißt wirklich Arjen Robben. Damit trotzt er zwei albernen Trends unseres Nachbarlands: Der Bayern-Stürmer hat weder ein albernes „van“ nötig, um sich zu profilieren, noch schleppt der 26-Jährige Vornamensaltlasten aus der Zeit Pieter Bruegels mit sich herum (vgl. Rutgerus Johannes Martinus van Nistelrooij, genannt: Ruuuud), wobei auch im deutschsprachigen Raum diese Unsitte immer mehr um sich greift (vgl. Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar Prinz von Thurn und Taxis, genannt: TuT).

Eins steht fest: Für mächtig Umsatz in den Vereinskassen hat der millionenschwere Holländer im Laufe seiner Karriere schon gesorgt. Nicht weniger als 82,3 Millionen Euro hat Robben in den letzten zehn Jahren gekostet, wobei sich Real Madrid hierbei das größte Stück des Kuchens sicherte und satte 36 Millionen auf die Theke des Spielersupermarkts knallte. Aber auch der FC Bayern ließ sich nicht lumpen: Um den in der Hinrunde ewig verstockten Cheftrainer zu besänftigen (Grund: „mangelnde holländische Sprachpraxis“), griffen die Bayern-Verantwortlichen vermeintlich tief in die Schatulle und trieben 24 Millionen in nicht nummerierten Scheinen auf. Was die Königlichen von Real Madrid nicht ahnten: Im Vertrag war die Ablösesumme in Peseten statt in Euro festgesetzt worden. Schlappe 144.000 Euro wurden so fällig – ein Spottpreis für einen Robben. Der letzte Coup des Hoeneß.

Beim FC Bayern läuft, ja flitzt Flash Robben nun zur Form seines Lebens auf. Die beste zweite Liga aller Zeiten erlebt derzeit den besten Arjen seit 26 Jahren. Robben ist der Mann für die entscheidenden Buden, das stellte er nicht zum ersten Mal mit seinem Robbie-Fowler-Tribute-Dribbling entlang der Außenlinie am Mittwochabend gegen Schalke zur Schau, das er mit einem feinen Schlenzer ins Glück resp. Finale vollendete. 10 Mal hat das Schiesser-Model in der laufenden Bundesligasaison das Runde schon in die Maschen gelatzt – und das bei erst 18 Einsätzen.

Zum Vergleich: Bei Real Madrid benötigte die schnellste Maus von Groningen für 11 Treffer sage und schreibe 50 Einsätze. Deutschland scheint dem Mann, der selbst an den Stränden der Karibik zu seinem charakteristischen Feinripp-Look steht, zu liegen. Gleich zum Einstand traf Robben doppelt gegen Meister Wolfsburg, und so ging es weiter. Im Spiel in Bremen traf er per Freistoß zum entscheidenden 3:2, unlängst gegen Freiburg brachte Arjen Doppelpack die Wende gegen den übermächtigen Sportclub aus Freiburg. Bei Robbens Dribblings verschmelzen in den Köpfen der älteren Fans Armin Hary und Rudi Nurejew zu einem Sahnestück der schnellen Eleganz.

Einziger Wehrmutstropfen: Oft muss Robben frühzeitig vom Platz, weil er sich über die Hüftsteifheit der deutschen Verteidiger krank gelacht hat. Aber das kann ja auch noch werden…

Bild: Flickr / Axel Bührmann

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

10 Gedanken zu „Wer ist eigentlich… Arjen Robben?“

  1. Robben ist unschlagbar wenn? Ja, wenn wann eigentlich? So lange er fit ist galt er immer als einen von den besten! Ständige Verletzungen sind daran Schuld dass er nie als Weltfussballer im Betracht gezogen wurde meine Meinung nach. Nur schade dass er bei Bayern spielt, knapp besser als bei Chelsea, aber nicht viel.

    Wenn wir von komische Spielernamen reden…Von Guardian:

    „What’s the story behind Dutch striker Jan Vennegoor of Hesselink’s unusually area-specific name?“ asks David Atkinson.

    According to our research, Jan Vennegoor of Hesselink was thus named because, way back in the 17th century, two farming families in the Enschede area of Holland intermarried. Both the Vennegoor and Hesselink names carried equal social weight, and so – rather than choose between them – they chose to use both.

    ‚Of‘ in Dutch actually translates to ‚or‘, which would mean that a strict translation of his name would read Jan Vennegoor or Hesselink.

    So, nun weiss man das auch :-)

  2. Super, Herr Nordmo, besten Dank für die Infos. Die Namensgebung in Holland wäre sicher mal einen eigenständigen Artikel wert…

    Wen haben denn die Spurs vor der Brust am WE?

  3. Bitte, bitte, kein Ding :-)

    Spurs spielt gegen Pompey. Spurs hat sehr viele Verletzungen, aber zum Glück darf ihren beste Spieler, der ausgeliehene O’Hara (von Spurs) nicht gegen Spurs antreten und gegen Fulham haben ja die Mannschaft gezeigt wo es lang geht…

    Wir brauchen die Luft nach unten bevor wir gegen Scum, Chavs, United und nicht zuletzt das grosse Entscheidungsspiel gegen Sheikh City spielen.

  4. Herr Schleck biedern Sie sich bitte mit solchen Aussagen bei Herrn Nordmo an. Seit wann haben Sie denn etwas gegen den großen FC Arsenal??

  5. Mit Fc Arsenal meinen Sie vermutlich Woolwich Wanderers, einen Club der nie von der erste Liga abstiegen ist seitdem sie in der Liga durch Bestechungen den Platz gesichert hat? Aha, na dann :-)

  6. Nun denn so sei Ihnen verziehen!!
    Einigen wir uns gütlich auf ein gemeinsames:

    HERTHAMANIA!!!!!

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