Fritz C. Klautermann (8)

klautermannDer Aufstieg des FCK scheint schwerlich abwendbar. Fritzchen K. meldet sich aus der Gerüchteküche und redet die Rückkehr eines ganz Großen herbei.

Die Rechner werden schon bemüht in der Pfalz. Auf ein Endresultat von 73 kommt der User mit dem passend arithmetischen Alias „7:4“. Das reicht locker, jedenfalls in seiner Rechnung. Auch „Rossobianco“ outet sich als Freund der Zahlen, Ehrensache, dass auch in seiner Gleichung am Ende drei Buchstaben ganz oben stehen. Der FCK wird am Ende der Saison in die erste Bundesliga aufsteigen, davon jedenfalls gehen die Fans aus und bekräftigen ihre Hoffungen mit den einschlägigen Tabellenrechnern.

Auch ohne Zahlenspiele kann man sagen: Wenn nicht alles schief läuft, was schief laufen kann, sollte der 1. FC Kaiserslautern am Ende dieser Zweitligasaison auf einem der ersten beiden Plätze landen. Das berechtigt zum direkten Aufstieg ins Oberhaus. So weit, so einfach.

Denn schon schießen die Spekulationen ins Kraut. Sie sind vor allem personeller Natur. Kann der pfeilschnelle Linksaußen und ultralässige Goalgetter Sidney Sam gehalten werden? Status: Stefan Kuntz soll schon in Verhandlungen mit seinem alten Sturmkollegen Labbadia stehen. Bleibt der gefährlichste Stürmer Erik Jendrisek in Lautern? Status: Hmmmm. Fakt ist: Will Lautern in der ersten Liga bestehen, muss der aktuelle Kader weitestgehend beisammen gehalten werden und auf jeder Position (außer im Tor) mindestens ein weiterer, bundesligaerprobter Kicker her.

Zu den bekannten Personalien gesellt sich in den letzten Wochen immer hartnäckiger eine Frage: Kommt Miro zurück? Noch sind es vage Hoffnungen des rotweißen Anhangs, die von einer Rückkehr des derzeit berühmtesten Sohns der Pfalz sprechen. Fest steht: Klose hängt mit dem Herzen noch an dem Verein, für den er seine ersten Profitore schoss – wenn der FCK spielt und der Nationalstürmer Zeit hat, sitzt er vor dem TV. Ziemlich sicher würde Klose wohl auch finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. Fest steht auch: Unter Louis van Gaal scheint der Mann mit der 18 nur zum Zug zu kommen, wenn sich die Konkurrenz verletzt. Bayern sieht ihn wohl im Dreierangriff nur als Mittelstürmer – und den 30-Millionen-Mann Gomez (24), der die gleiche Position innehat, wieder zu verhökern, käme einem Offenbarungseid des Bayern-Managements gleich.

Weiterhin klar ist: Der Vertrag von Klose, der im Juni 32 wird, läuft noch bis 2011. Sprich: Im Sommer kostet er Geld. Wie viel, ist sicher verhandelbar. Dennoch schließt sich die Frage an, ob sich der Verein das überhaupt leisten kann – aber vielleicht hilft Klose selbst ja ein bisschen mit bei der Ablöse…? Die WM in Südafrika jedenfalls könnte Kloses letztes großes Turnier werden. Warum nicht ein, zwei Jährchen in der Heimat dranhängen?

Trotz aller öffentlicher Zurückhaltung: Stefan Kuntz wäre nicht Stefan Kuntz, würde er nicht schon seit Wochen hinter den Kulissen alles in Bewegung setzen, um für den Aufstiegsfall möglichst gut gerüstet zu sein. Irgendetwas dem Zufall zu überlassen, wäre in Anbetracht des knappen Finanzrahmens auch nichts anderes als fahrlässig. Und der eine oder andere Klautermann munkelt bereits über einen erfolgten Besuch des Nationalspielers bei der FCK-Ikone im Vorstandszimmer… Vielleicht alles nur Seemannsgarn.

Aber man kann schon mal ein bisschen Träumen… Salti vor der Westkurve, „Miro, Miro“-Rufe… Achja, das erinnert ja fast an die gute alte Zeit, Bundesliga, Europacup, … Moment, wie heißt noch mal der nächste Gegner? Achja, Fortuna Düsseldorf. Hm. Gedulden wir uns ein wenig…

Nur noch ein letzter Sprung in die Traumwelt: Eine Verpflichtung von Salto-Miro durch den FCK nach der WM wäre eine landesweite Sensation und würde selbst die Verpflichtung von Otto Rehhagel im Sommer 1996 übertreffen. Alles andere ist primär, wie Hans Krankl zu sagen pflegt.

Bild: TimTim.com

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

1 Gedanke zu „Fritz C. Klautermann (8)“

  1. Apropos Miro, Miro:

    Wenn Michael Kadlec kommen würde, dann fände ich das auch ganz klasse…;-)

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