Erlebnisbericht: 11mm-shortkicks-Gala

Kurzfilmfreunde strömten gestern ins Babylon. Franco Persico war dabei.

Gestern ging das diesjährige 11mm also leider schon zu Ende. Highlight aus meiner Sicht war der Film „Looking for Eric“, den einige vielleicht im Kino gesehen haben. Am gestrigen Abend gab es dann noch den Kurzfilm-Wettbewerb, die 11mm-shortkicks.

Im sehr unterhaltsamen und gut gemachten Kurzfilm aus Spanien namens „Rodilla“ fanden sich auf jeden Fall alle Panini-Freunde wieder. Dem Protagonisten fehlt im Spanien der Jetzt-Zeit noch ein Bild aus seinem Album für 73/74 und zwar das von Rodilla, ehemaliger Stürmer von Celta de Vigo. Dies führt zu einigen Verwicklungen, am Ende findet er Rodilla himself aber als Taxifahrer in Vigo und knipst mit ihm einfach dat fehlende Ding im Estadio Balaídos. Hervorragend.

Aus Italien kam ein Beitrag mit dem Titel „L’arbitro“. Dieser stellte eine Parabel auf den Augustinus-Satz „Verzweifle nicht, einer der Diebe wurde erlöst. Frohlocke nicht, einer der Diebe wurde verdammt.“ dar. Ähem. War übrigens in schwarz-weiß und von etwas exzentrischer Musik begleitet, falls das nicht schon klar war. War aber im Ergebnis ein nettes Stück Streifen, auch wenn ich ihn wahrscheinlich nochmal angucken muss um zu verstehen, was er bedeuten soll.

Gewonnen hat übrigens „Des Königs Fußball jüngster Trabant“ (hatte nichts mit Ost-Autos zu tun). Den fand ich nicht so herausragend. War aus dem Jahr ’67, was wohl allein seinen Erfolg erklärt. Die Story ist schnell erzählt: Kind kriegt Ball – Kind läuft auf die Straße und wird angefahren – Kind kriegt neuen Ball. Kennt man irgendwie schon.

Mein Favorit war allerdings ein Beitrag von ZwWdF. Vom Beitrag zuvor, bei dem einige Mädels versuchten kopfüber in einem Wasserbassin Fußball zu spielen, schon etwas angeheitert, kam folgender Beitrag. Bei Zeigler war er Teil der Serie „Frau sucht Amateurfußballer“. Leider spielte er bei der Preisvergabe keine Rolle. Was erlauben Jury?

Lieber Fünfter als Fürther!

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

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