Kalle Kutowski (4)

kalle-kutowskiHeute erlebt Kalle Kutowski seine Abenteuer an der Fleischtheke des örtlichen Supermarktes. Wen oder was er dort getroffen hat und was sein Schwippschwager damit zu tun hat lest Ihr in seiner Kolumne.

Mein lieba Herr Gesangsverein!! – heute muss ich wohl ma ein bissken ausholen, woll?!! Bis letzten Freitach-Na’mittach um genau zu sei! Da hat mich meine Lisbeth nämlich nachn Supamarkt geschickt – den Braten für Sonntach kaufen… weil mein Schwippschwager mit seina Frau vorbeikommen wollte. Un‘ wie ich da nun also so anne Fleischtheke stehn tu, un‘ am warten un‘ am gucken bin, da fiel es mir plötzlich wie Schuppen vonne Augen: Da laach nämlich so ne ganze Batterie von Schnitzeln inne Auslage, was mich intuitiv an den Reus vonne Borussia denken ließ – also den vonne Gladbacher Borussia, woll. Der war nämlich noch am Morgen inne Bild gewesen – in sona Art Interview über seine Heimat… und die is‘ – man höre und staune: Weder Gladbach, noch Ahlen. Die is‘ Dortmund!!

Und sowat tut mich natürlich interessieren tun, woll?! Aber wie komm‘ ich nun vonne Fleischtheke im Kaisers zum Reus vonne Boorussia??

Also: der Reus hat im Interview mit den Eulen vonne Bild erzählt, dass er als Dortmunder Junge natürlich auch Fan von BVB war, woll?? Und: dat er ein noch viel größerer Fan von den kleinen Rosicky wär – macht Sinn! Aber: warum die Bild ihn deswegen gleich zum „Reusicky“ machn musste – dat wollte dann doch nicht in mein‘ Kopp rein!! Vor allem beim Anblick vonne Schnitzel-Auslage… Ich mein: der Reus is ja im Vergleich mitt’n Tomas quasi n rechter Fleischklopps – quasi Schitzel²! Schließlich bringt der im Gegensatz zum echten Schnitzel stattliche 70kg auffe Waage – und das bei einer Größe von 1,81m!!

Darum sach ich euch: „Don’t call it Schnitzel -it’s a Reus!!!“

Aber gut -wat will’se machen? So is dat halt, wenne mitte Bild sprichs‘ – kaum has’e dich umgedreht schon bisse der zweitbeste Fußballer, im zweitbesten Verein, mit den zweitbesten Ergebnisssen!! Reichen tut dat aber dann halt trotzdem nich‘ – dem Fußballgott sei Dank! Und wennet nach dem Zidan geht, dann wird auch in allzu naher Zeit kein Dortmunder mehr so wenich Killo auffe Waage bring‘, wie damals Schnitzel-Rosicky – hatt’er doch gesacht, dat’er ne Kuh schlachtn will, wenner mitt’n BVB inne Europa-Liga kommt… Da könn‘ die Weightwatcher also mal demnächst n geplegten Bogen um den Florian machen – weil: Satz mit x, war wohl nix!

…wat ich übrigens auch von mein Bochumer Schwippschwager sagen kann! Denn: auch wenn die Lisbeth mir nach meine Flucht aus’n Supermarkt den Hintern heiß gemacht hat – gekauft hab ich die Schnitzel dann doch nich‘ und somit war der Drops gleutscht und der Ofen aus… un’die Verwandschaft blieb zu Haus. Aber wenn ma ehrlich sind: verdient hätte et der Vogel nache 1:4-Klatsche von sein VfL auch nich‘ wirklich gehabt!!

In diesem Sinne, hoch die Tassen und scheiß auf den Reusicky – den alten Möchtergern-Schnitzel!

Kalle.

Bild: TimTim.com

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.