Atti atzählt (4)

herthadampfer-200Da die Gegenwart immer trister wird, wirft unser Hertha-Kolumnist Atti Atzone einmal mehr einen Blick zurück in die „jute alte Seit“.

Jut ick sach ma so, die Säsong 2000/2001 lassen wa ma lieber weg, da is nüscht passiert, keene vernünftijen Neuzugänge, durchwachsene Säsong und am Ende Platz fünf. Naja wenichstens wieder inne Europaliga qualifiziert. Also glei ma nen Sprung nach Nulleensnullswo. Der Kader hat sich zwar och nich wirklich verändert, aber immerhin zwee dufte Kerle ham sich uns anjeschlossen. Der eene is Bart Goor hat zwar schon letzte Säsong mitjekickt, aber dit war nich der Erwähnung wert und der andere der Sauberer von Suckerhut Matzelinho. Üba den wird in die nächsten Jahre noch su reden sein, wenn et über die Leistungen vonne Mannschaft jeht.

Also rinn inne Säsong und gleisch su Anfang der erste Titel, wa! Ligapokalsieger 01/02 dit klingt do ma dufte in meene Ohrn. Jewonnen jegen Leverkusen, Bayern und Schlacke (wenn dit ma keen juten Omen fürt Ende von da laufenden Säsong ist, wees ick ooch nich). Kapoehra-Alex, Matzelinho und „Auf-jehts“-Hardy ham jegen die Nullvierer allet klar gemacht. So kann’s weiterjehn…

Ick meine ja nur, in DFB Pokal immerhin inne 4. Runde jekommen, aber dit kenn wa ja inzwischen schon, wir sind einfach keene Pokalmannschaft, wat wees denn icke wieso? In Üfa-Zup lieft ooch janz jut, bis zur dritte Runde, also wa jegen Serviette Genf su Hause 0:3 verlorn ham. Ab jetze volle Konzentrasion uffe Lija. Jegen Bayern lasen wa ma den juten Fiedel ran, weil jegen die jewinnen wa ja eh immer. Jesagt jetan, swee su eins jewonnen. Zecke jetroffen – allet tutti anna Plumpe!

Grundstein für dit wieder ma erfolgreiche Abschneiden inne Lija war der kleene Swischenspurt von n 22. bis 29. Spieltach, keene Niederlage und drei absolute Säsonghailaits dabei. Souveräner 5:1-Erfolg jegen die Pälzer. Doppeltorschützen der Lange und Marcello. Und Eener hat an den Spieltach wohl Blut jeleckt: Bart Goor trifft jegen die Teufel und dreht 2 Wochen später vollich frei beim zweeten Highlight: Heimsieg jegen den HSV. Und wat fürn Nachmittach. Sonne üba da Spree, jute Laune allenthalben und dann 6 Tore! Einfach nur jeil! Und Bart Toor, wie wa n dann nur no jenannt ham, trifft insjesamt vier mal jegen Pieckenhagen und seine peinliche Abwehr. Die Seitungen meinten: „Auch ein zweistelliges Ergebnis wäre möglich gewesen!“ Leider hat der Bart danach nie wieder so jut jespielt, aba wat solls, is trotzdem nen legendäret Spiel jewesen.

Danach noch nen feinet 3:0 anna Weser und fertich, Abpfiff, wir sind wieder qualifiziert für Europa. Wer hätte dit jegloobt nach jahrelanger Tingelei über die Boltzplätze der sweeten Lija!!!

Ick meine jut, an sona Säsong, kann man ma wieder sehn, wat swei, drei jute Spieler ausmachen. Der Lange mit 12 und Marcelinho mit 13 Toren ham da einfa ma den Unterschied swischen Mittelmaß und Obermaß ausjemacht. Vielleicht würde det die Knallköppe von heute ma helfen, wenn se nen bisschen im Vereinarchiv gucken und ma ihr Herz inne Hand nehm würden. Noch is ja allet drin… eijentlich unglaublé, aber imma noch wahr.

Kleener Insider am Schluss: Angeblich hat Hardy Hartmann seinen Spitznamen „Auf-jehts“-Hardy deswegen, weila sich während dit Spiel und sojar bein Träning immer selbst anjefeuert hat, wenn wieder ma ne Flanke hinters Tor jegangen ist. Aber ob dit Vögelchen dit allet richtig weiterjeflüstert hat, ick wees ja nich… Vielleicht wart ja ooch ne Secke.

Bild: TimTim.com

11 Gedanken zu „Atti atzählt (4)“

  1. Dit war „meine“ Saison… 32 von 34… Schön wars und wirds so schnell nicht wieder.

  2. Taribo West? Ist das etwa die gleiche Kategorie Abwehr-Ass wie einst Rui Marques?

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