Was nun, Herr Poldi?

spencer
Hier begann Poldis Karriere

Krise, Krise – Krise, Popise. Ein Stürmer wird an Toren gemessen. Aktuelles Messergebnis bei Lukas Podolski: 1 cm. Gibt es da noch einen Weg aus der Krise?

Seit fast 1400 Minuten (entspricht zeitlich knapp 50 Ausgaben von „Hallo Spencer“) ist Poldi also nun ohne Torerfolg. Der Jungdrache und Karnevalsprinz aus Köln machte am Mittwoch nunmehr auch im Nationaltrikot einen unglücklichen Eindruck. Opfer seines Unmuts wurde nach dem Spiel sogar ein Fernsehreporter, dem er nach einem kurzen Wortgefecht anbot die Angelegenheit „vor der Tür“ zu regeln. Vor dem Spiel gegen die Bayern an diesem Samstag scheint der Lu-Lu-Lukas damit am Tiefpunkt bzw. am „noch tieferen Tiefpunkt“ (Völler). Was tun?

Eine Möglichkeit wäre es die Fußballtreter nun an den Nagel zu hängen und fortan in die Fanszene zu wechseln. Hätte zum einen den Vorteil, dass Poldi seit Jahren mal wieder seine Dauerkarte benutzen kann und außerdem verschiedenste Angelegenheiten vor Türen, Stadien und auf Waldlichtungen „regeln“ kann. Den übrigen Fans wird es egal sein, Hauptsache er spielt nicht mehr bei Bayern. Poldi wird auf diese Weise auch wunderbar Basisarbeit leisten können für eine kommende Kandidatur als Bürgermeister oder Erzbischof von Köln. Und die WM ist auch noch drin: Der „Fanclub Nationalmannschaft“ macht’s möglich.

Eine andere Möglichkeit wäre es die ganze Chose wirklich offensiv anzugehen. Das „Angebot“ an den Reporter war da erst der Anfang. Die Köln-Arena erwartet ein großes Spektakel, wenn Poldi und Ballack sich erst im „Watschen-Duell Teil II“ gegenüberstehen und der Sieger sich dann ausgewählte TV-Kommentatoren vorknöpfen darf. So etwas kann durchaus befreiend wirken. Im Vorprogramm messen sich übrigens Waldi und Rubi im Fingerhakeln, sowie Beckmann und Kerner im griechisch-römischen Stil. Let’s get ready to rumble!

Die einfachste der Möglichkeiten wäre aber sicherlich das anstehende Spiel gegen den FC Bayern. Da heißt es für Poldi: Zeichen setzen! Drei Tore wären sicher ein Wort. Aber man wird zunächst wohl mit kleineren Aktionen beginnen müssen. Den Bayern erstmal den Parkplatz vor dem Stadion wegschnappen und dann schnell die Schnürsenkel ihrer Schuhe zusammenbinden. Nimm das, Bayer! Mit Poldi-Psycho-Power zum Erfolg. Wenn der FC dann noch die Seitenwahl gewinnt kann man schon fast für die Ehrenrunde planen. Die Details des Kölner Kantersiegs können Sie dann bequem dem Mauertakti(c)ker entnehmen.

(Bild: wikimedia commons / Boereck unter creative commons)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

4 Gedanken zu „Was nun, Herr Poldi?“

  1. Lasst doch mal bitte den Poldi in Ruhe! Der wird schon wieder treffen und all seine Kritiker verstummen lassen! Außerdem sollte man ihn nicht auf seine geschossenene Tore reduzieren. Er tut ja auch viel fürs Spiel und hat eine herausragende Technik. Eine Frau ist doch auch nicht einfach nur eine „Gebärmaschine“ (Bischof Mixa)!

  2. Für das Jahresgehalt würden sicher viele Frauen ins Gebärmaschinengeschäft wechseln…
    Seit wann eigentlich werden Stürmer nicht mehr an Toren gemessen, Mel???

  3. Ich sehe Lukas Podolski eher als Spieler hinter den Spitzen, also als offensiven Mittelfeldspieler, nicht als Stürmer. Natürlich sind die geschossenen Tore immer ein Indikator für die Leistung eines Offensivspielers. Aber doch nicht der einzige!

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