Video-Countdown GER-ARG (1)

Wir stimmen uns ein auf das Länderspiel am Mittwoch. In Teil 1: „Toni, halt den Ball!“

Endspiel zur WM 1986. Deutschland ist astreiner Underdog gegen Maradona, Burruchaga und Co. Dennoch kommt es zu einer fulminanten Aufholjagd nach 0:2-Rückstand. Dann der Moment der Unachtsamkeit drei Minuten nach dem Ausgleichstreffer, der Moment, der die Entscheidung durch Burruchaga, Briegels berühmtesten Spurt und Rolf Kramers verzweifeltsten Satz vereint: „Toni, halt den Ball! Nein.“

DIE STATISTIK:

Argentinien – Deutschland 3:2 (1:0)
29. Juni 1986

* ARG: Pumpido – Brown – Cuciuffo, Ruggeri, Olarticoechea – Giusti, Burruchaga (ab 89. Trobbiani), Batista, Maradona, Enrique – Valdano
* GER: Schumacher – Jakobs – Berthold, K.-H.Förster, Briegel – Eder, Matthäus, Magath (ab 62. D.Hoeneß), Brehme – K.-H.Rummenigge, K.Allofs (ab 46. Völler)
* Schiedsrichter: Arppi Filho (Brasilien)

* Tore:
* 1:0 Brown (23. Min.)
* 2:0 Valdano (56. Min.)
* 2:1 Rummenigge (74. Min.)
* 2:2 Völler (82. Min.)
* 3:2 Burruchaga (85. Min.)

* Zuschauer: 117.000 (Mexico-City)

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.