Ballacks Kumpel

schiri-pfeifeMauertaktik lässt nicht locker. Trotz Amerell-Chose stellen wir einen weiteren gebeutelten Vertreter der schwarzen Zunft vor: T. H. Övrebö, Ballacks speziellem Spezi.

Sie haben es ja nicht leicht, unsere Freunde mit der Pfeife. Gerade in diesen Tagen legt sich eine dunkle Wolke über die Unparteiischen in Deutschland und anderswo – man traut es sich kaum zu sagen: Die deutschen Schiedsrichter sind in aller Munde. Nicht weniger klangvoll als bspw. Amerell und Kempter ist der Name des Norwegers Tom Hennig Övrebö, der heute Abend Bayern gegen Florenz leiten wird. Ein Porträt des viel kritisierten Unparteiischen.

Klingt der Name des norwegischen Internationalen noch wie eine Mischung aus Smörrebröd und Bullerbü, erinnert der Mann ohne Haare phänotypisch an eine krude Mischung zwischen Fred von Right Said Fred und Mr. Proper. Das ist nichts Neues. Seit Pierluigi „Väterchen Tod“ Collina ist die Ganzhaarentfernung in der Pfeifenzunft salonfähig geworden.

Ja, schon klar, werden einige sagen, sich über Glatzköpfe lustig zu machen ist leicht. Aber Mauertaktik will nicht auf Klischees herumreiten. Es ist vielmehr Zeit, den Mann unter der Fleischmütze näher kennen zu lernen.

Schon bei der Euro 2008 machte Övrebö nicht die allerglücklichste Figur. Beim Spiel Italien gegen Rumänien erwischte der Mann in Schwarz einen seiner Kluft angepassten Tag, was vehemente Proteste der Italiener zur Folge hatte und die vorzeitige Abreise vom Nationenturnier für den norwegischen FIFA-Referee veranlasste. Eine offensichtliche Überreaktion der FIFA, die offenbar immer noch nicht verstanden hat, dass nachträgliche Reklamationen zum italienischen Fußball gehören wie Catenaccio und Inzaghi.

Seine Sternstunde erlebte der barhäuptige Schiri dann zweifelsohne im Halbfinale der Champions League 2009. Nachdem der Unparteiische dem FC Chelsea bereits vier bis fünf Elfmeter verweigert hatte, wurde die ganze Welt Zeuge, wie Michael Ballack sein Finaltrauma nach einem vermeintlichen Handspiel im Strafraum um ein Haar (!) in einen veritablen Fausttanz umgemünzt hätte. Fortan war Övrebö ein YouTube-Star und konnte sich vor Sponsorenangeboten (Wasa, Fernol, u.a.) nicht mehr retten.

In Südafrika werden wir die sympathische Gilette-Ikone leider nicht sehen. Zwar wurde Övrebö unter die 14 europäischen Bewerber für die WM im Sommer aufgenommen – zu den zehn, die tatsächlich ans Kap fliegen, gehört er nicht. Mit 43 ist er auch nicht mehr der Jüngste. Deswegen heißt es nicht nur für die FIFA heute Abend: Genau hinschauen, wenn Tom Henning Övrebö die 22 Spieler aufs Feld in der Allianz-Arena führt.

Bild: Wikimedia Commons

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

5 Gedanken zu „Ballacks Kumpel“

  1. hat ja super geklappt, die sau hats wieder geschafft ein fußballspiel zu zerstören …

    das der fifa schiedsrichter ist, ist einfach nur ein witz,…

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