
- Boba traktiert seine Quetschkommode
Die Bundesliga hat einen neuen Star! Raul “Bobo” Bobadilla hamsterte am Samstag Scorerpunkte wie ein argentinisches Wiesel. Doch wer ist dieser Nimmersatt?
Was für ein Fest. 4:3 hieß es am Samstag im Borussiapark. Fußball ohne Handbremse und vier Mal schallte es döp döp döp durchs Stadion. Die Frage nach dem Mann des Tages war auch sehr schnell beantwortet: Raul Bobadilla, genannt Bomberdilla oder auch Boba. Zwei Tore und zwei Assists sprechen eine eindeutige Sprache. In nur einem Spiel vollzog sich ein mirakulöser Wandel vom Saulus zum Raulus. Längst vergessen ist seine lustige Hackeneinlage aus der Hinrunde, als er gegen Wolfsburg den Ball am leeren Tor vorbeischob.
Nur Wenige kennen Bobadillas bewegte Vergangenheit. Im Laufe der Klonkriege war er zunächst als Headhunter tätig und machte Geschäfte mit Jabba the Hutt, der damals Manager bei Bayer Leverkusen war. Später sattelte er dann aber auf Musik um und gilt noch heute als einer der bedeutendsten Vertreter des Eurodance. “There is a party“, “Pray” oder “Freedom” waren nur einige seiner Hits. Gerechter Lohn: der Bravo-Otto! Aber schnell wurde es Boba auch in der Musikwelt zu langweilig und er heuerte in der schweizerischen Wahlheimat beim Grasshopper-Club Zürich an. Nach einer erfolglosen Zeit in der Sektion Curling klappte es dann beim Fußi.
Zwei sehr erfolgreiche Jahre im Grasshopper-Trikot waren vergangen, da kam der Anruf: Tattoo-Convention in Krefeld. Dort wurde er von Max Eberl entdeckt und nach Gladbach gelotst. Auch am Niederrhein ist man von seinem Hautschmuck begeistert: Links prangt Mutter Elvira, rechts Vater Victor. Zusammen mit den beiden startete er nun durch. Aufgrund des großen Erfolgs wollen nun einige Tattoofreunde ihrerseits nachlegen: Lucas Barrios plant sich BVB-Maskottchen Emma auf die Wade pieksen zu lassen, Torsten Frings denkt über die Bremer Stadtmusikanten auf dem Rücken nach.
Nach der schwierigen Hinrunde scheint der Argentinier endlich richtig im Borussiapark angekommen zu sein und damit haben die Fohlen wieder einen richtigen Bullen vorne drin, den ersten, seitdem Bachirou Salou den Verein vor 15 Jahren verließ. In der letzten Zeit trieben eher Stehlampen wie Rob Friend ihr Unwesen. Es wird spannend zu sehen sein, was die Gladbacher in den nächsten Spielen leisten werden. Zeigt der Weg nach der Formexplosion von Bomberdilla und Raketen-Reus nun steil nach oben? Abwarten und Matetee trinken. Am Sonntag wartet erstmal Mainz.
(Bild: flickr.com / sinaasappelsap unter creative commons)
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2 Kommentare
1 kunthstücke // 3. Feb 2010 um 19:46 Uhr
Übrigens hat der Mainzer Stürmer Aristide Bancé auch ein Tattoo. Auf dem Fußrücken trägt er stolz den Fußabdruck von Jens Lehmann.
2 Fränck von Schleck // 4. Feb 2010 um 14:29 Uhr
Haha… Ist aber eher ein Piercing oder?
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