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Das Jubel-Einmaleins

31. Januar 2010 · Fränck von Schleck · 1 Kommentar ·

nani-torjubelRobbens Jubelhopser -- ein historisch vollkommen unkreativer Torjubel, wie unsere Auflistung zeigt…

Arjen Robben hat ein neues Feierritual gefunden. Zum zweiten Mal in Folge sprang der flinke Holländer seinem Coach Louis van Gaal an wie ein wild gewordener Dobermann einen spazierenden Rentner. Ob Kuntz-Säge, Klose-Salto oder Petric-Pfeil: Die Fußballhistorie hat schon unzählige Perlen der Jubelkultur hervorgebracht. Mauertaktik erinnert an die Stars des Zelebrierens.

Sei es Netzers eingesprungene 360-Grad-Wende nach seinem Pokalfinaltor gegen Köln, Bierhoffs Striptease von Wembley oder die menschliche Jubeltraube nach Brehmes Elfmetertor gegen Argentinien – die Momente nach den wichtigen Treffern der Fußballgeschichte sind uns fast so eindrücklich im Gedächtnis geblieben wie die Tore selbst. Manch ein Fußballer bemühte den immergleichen Jubel, wie Gerd Müller der stets ein paar Mal faustschüttelnd in die Luft sprang oder Peter Crouch, der den Robotertanz der Achtziger wieder salonfähig machte.

Einer der absoluten Klassiker des Torjubels, schon ewig und immer wieder praktiziert, ist der Knie-Slider, den unter anderem Rudi Völler im WM-Finale 1986 anwendete – auf nassem Rasen ist er besonders gut einsetzbar… Im Grunde genommen handelt es sich bei besagtem Schlitterjubel um eine vorweggenommene Abart des Klinsi-Divers, den der blonde Schwabe Mitte der Neunziger auf der Insel populär machte. Als weitere Unterform wäre das Modell „Römische Orgie“ zu nennen, mit dem der Däne Brian Laudrup während der WM 1998 an etwas aus der Mode gekommene Liegepraktiken bei Tisch erinnerte.

Besonders oft wird eine Randfigur zum Zentrum der Jubelchoreografie. Die Rede ist von der Eckfahne, die nicht nur Oliver Kahn nach der Sensationsmeisterschaft von Hamburg malträtierte. Nach einem (leider titelmäßig unbedeutenden) Sieg in München revanchierte sich Schalke-Keeper Neuer, und Bremens Dribbelkünstler Diego erinnerte an sein großes Vorbild Eric Cantona, als er die beflaggte Begrenzungsstange mit einer beidbeinigen Karate-Kid-Einlage umsemmelte. Der Australier Tim Cahill schließlich liefert sich gerne ein Schattenboxduell mit dem wenig beweglichen Sparringspartner, und auch Ritterschläge wurden bereits mit der Eckfahne durchgeführt.

Sex, Drugs & Rock’n'Roll – beim Fußballjubel dürfen diese Drei nicht fehlen. Livornos Publikumsliebling Cristiano Lucarelli schoss einst etwas über das Ziel hinaus, als er seine Verbundenheit mit dem Klub in Form einer lasziven Trikotbegattung zur Schau stellte. Robbie Fowler seinerseits sicherte sich Legendenstatus, als er ein feines Näschen für die Spielfeldbegrenzung bewies. Paul Gascoigne schließlich erzürnte im Old-Firm-Derby die Anhänger von Celtic Glasgow, als er pantomimisch die irische Flöte spielte. Kostenpunkt: Ein Wochensalär.

Hier die besten “Goal Celebrations” -- welche Choreo findet ihr am besten? Wir freuen uns auf Vorschläge in der Kommentarfunktion!

Bild: Flickr / Notsogoodphotography

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Kategorie: Lederne Legenden

1 Kommentar

  • 1 Ritschie Kampuntschinski // 1. Feb 2010 um 21:39 Uhr

    Ganz Klar: TOTTI!!!!!

    ne Spaß wollt nur H.Nuta ärgern…

    Crouch is schon geil

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