Die Käseimporte – Mauertaktikelf (4)

elf-oranjeDie legendäre Mauertaktik-Elf heute mit den erfolgreichsten Käseimporten. Massenweise mittelbegabte Spieler, die es in ihrem Heimatland zu nicht mehr als dem Tulpenstecher am Spielfeldrand gebracht haben, um dann in der Bundesliga die Kroketten abzuräumen.
Hier sind sie also, die loeksten, lekkersten und dollsten nederlandse Kicker. Wie es sich gehört für ein holländisches Team wird in futuristischer 3-2-5 Formation gespielt:

Tor
(1) „Mach ihn“ Rein van Duijnhoven

Seinen Spitznamen hat sich Rein noch in der holländischen Ehrendivisie gemacht, als er einen Abstoß direkt ins gegnerische Tor bolzte. Hierzulande verdiente er sich als Fahrstuhlwächter beim VfL Bochum seine Sporen, wo er die Fans mit großartigen Reflexen und der schönsten Gelfrisur erfreute (Timbo war damals noch ein Stepke). Reins größter sportlicher Erfolg war die Ernennung zum Karnevalsprinzen in Helmond anno 2007.

Abwehr
(2) Johan de Kock aka „The Cock“

Der Abwehrrecke aus dem schönen Sliederecht berackerte die Rote Erde rund um die Arena in Gelsenkirchen. Seine filigrane Technik und seine Torgefährlichkeit (zwei Buden gegen Trabzonspor) sicherte den Knappen schlussendlich den UEFA-Cup. Leider ist nicht überliefert, woher der gute Johannes seinen Spitznamen hat, den er auch bei Wrestlingauftritten nutzt.

(3) Dick van Burik

Ein weiterer Fußballarbeiter aus dem Tulpenparadies. Wahr ist, dass vB die 100m in handgestoppten 17,9 Sekunden läuft. Unwahr ist, dass vBs Eltern kein Englisch sprechen. Unwahr ist, dass die Rückennummer 4 bei Hertha nach vBs Weggang nur noch an filigrane Techniker vergeben wird. Wahr ist, dass nur Adlige bei Hertha die 4 bekommen (vgl. von Bergen).

(4) Frank Verlaat

Groß geworden auf den harten Straßen in Haarlem, wusste der kleine Frank schon früh, womit er sein Geld verdienen wollte: Als Fischmarkthändler. Weil er sich vor Fisch ekelte, wurde daraus leider nichts und Verlaat wurde stattdessen Fußballprofi. Bereits 1987 gewann Fränk the Tänk den Europokal mit Ajax Amsterdam gegen die Lokomotive aus Leipzig. Mit gefühlten 100 Jahren beendete er seine Karriere auf der Weltbühne in der UPC-Arena in Graz (ehemals Arnold-Schwarzenegger-Stadion – Name wegen fragwürdiger politischer Aktivität des Grazer Helden geändert).

Mittelfeld
(5) Bryan Roy

Die Mittelfeldperle aus Amsterdam machte sich bei der Alten Dame aus Berlin einen Namen. Sportlich brachte es der quirlige Linksfuß immerhin auf 32 Einsätze in der Elftaal. Die hohen Erhebungen rings um das Olympiastadion (Teufelsberg!) schüchterten Bryan vor dem Spiel so ein, dass er seine Leistung hierzulande nicht abrufen konnte. Dennoch ist er vor allem der Physioabteilung der Biberburg in nachhaltiger Erinnerung geblieben. Heute trainiert Roy die Jugendabteilung von Ajax und einmal die Woche in der Sporthalle St. Ludwig in Berlin.

(6) Harry „Blondschopf“ Decheiver

Harry Decheiver dürfte allen Breisgauern positiv im Gedächtnis geblieben sein. Von 1995 bis 1997 schnürte er für den Sportclub aus Freiburg die Ledertreter und zwirbelte den Ball in seiner ersten Saison immerhin elf Mal ins gegnerische Netz. Seine legendäre Verletzungsanfälligkeit und die private Vorliebe für VHS-Kassetten ließen den „Knipser“ seine Karriere bereits im Alter von 28 Lenzen beenden. Inzwischen ist Decheiver in seine Heimat Deventer (nicht zu verwechseln mit Demeter Anm. d. Red.) zurückgekehrt und betreibt dort eine Videothek.

Sturm
(7) Arie „Pläte“ van Lent

Im Alter von vier Jahren, wenn es bei den meisten zu sprießen beginnt, verlor Arie bereits grob geschätzt zwei Drittel seiner Kopfbehaarung. Hierdurch wurde er zum Gespött der ganzen Nachbarschaft und zu einem hervorragenden Kopfballspieler. Weil er fleißig Mutter Antjes Käsekroketten aß, brachte es vL auf 190cm Körpergröße. Diese warf er für die Fohlen, den BVB, RWE, Fürth, Frankfurt und Oldenburg in die Waagschale. Sein größter Erfolg: Vier Tore im Spiel Werder gegen den FC Kölle – Endstand 3:2 (Apropos: Einen ordentlichen Wettbonus gibt es hier…)

(8) Rheuma-Kai

Das Hasenzähnchen mit der Torgarantie kam als Träger des Goldenen Schuhs von der Sportvereinigung Deportivo aus La Coruna zu den Münchner Bayern. Nach überaus erfolgreichen Jahren wurde er in guter bayerischer Tradition fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel und flüchte zurück in die heimische Schüssel Rotterdams. Kürzlich bei den Glubberern im Gespräch, wurde von der Verpflichtung Makaays Abstand genommen, weil ein Spieler, der statistisch gesehen pro Tor weniger als vier Torschüsse benötigt, im Team des FCN einfach nichts zu suchen hat.

(9) Youri „Gagarin“ Mulder

Der einzige Belgier, der je in der holländischen Nationalelf spielte (Geburtsort: Brüssel) ist heute Sportkommentator. Mit seinen Freunden Mike und Olli mimte er im Jahr 2009 in einer Reality-Show einen erfolglosen Fußballtrainer. Trotz überzeugender Leistung wurde die Serie abgesetzt und durch eine Show über Medizinbälle und Sprintberge ersetzt. In seiner Laufbahn schoss der Hobbypilot die Eurofighter-Staffel aus Gelsenkirchen zum europäischen Titel.

(10) Arjen Robben

Arjen (sprich: Ain) Robben dribbelte sich ebenso schnell durch die Entwicklungsstufen des menschlichen Lebens wie durch generische Strafräume. Das macht ihn nicht nur zu einem der gefährlichsten Stürmer Europas, sondern auch zum gesichtsältesten 26-Jährigen des Kontinents. Zu seinen Hobbys zählen Christian Wörns verarschen und Model für Lange Männer stehen. Beste Freunde: Der freche Fronk, Alfred Jodokus Kwak und Timbo Wiese.

(11) Erik „the Butcher“ Meijer

Der fromme Erich aus Meersen ist seit 1.1.2010 (auf Klosisch: Zweizehn) sportlicher Leiter der Alemannen aus Aachen. Somit dürfte die sportliche Konsolidierung der Schwarzgelben noch lange Zeit andauern. Der gelernte Metzger schoss seine Tore für den HSV, Alemannia, Uerdingen, Sittard und viele mehr. Seine größte Heldentat war die Rote Karte im Spiel gegen den BVB. Zitat Meijer: „Ich war nicht damit einverstanden, dass der Schiedsrichter gegen uns einen Freistoß gegeben hat. Da habe ich ihn einfach Wichser genannt. Ich glaube, das war ziemlich dumm…“ Wir haben ihn trotzdem lieb.

Leider nur auf der Ersatzbank:
(12) Raffael van der Vaart

Raffael, zweiter Vorname Valencia, ist definitiv einer der besten Fußballer Europas. Leider liegt sein IQ nur knapp über der Außentemperatur, was besonders in der Winterpause stets zu beträchtlichen Verwirrungen führte und in seiner Zeit beim HSV zu Verstimmung bei allen Verantwortlichen führte. Dabei wollte Rafa sich doch nur die Rekonvaleszenzzeit (eingerissener Zehennagel) mit lustigen Fußballtrikotbildern versüßen. Laut einer Forsa-Umfrage ist das Schönste an RvV aber seine Frau Silvie (sprich: Sülwi), die am EU-Moderatoren-Programm teilnimmt und so regelmäßig im deutschen Fernsehen auftreten darf.

Trainerbank:

Schwanz Anwalt und Aad de Mos.