Kalle Kutowski (1)

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Nach Kreativpause wieder da: Kalle Kutowski, unser Mann im Pott! Der Malocher aus Essen erklärt, was er derzeit von den „Pappnasen auße Bundesliga“ hält…

So. Da isser also wieder – der Kalle! Eigentlich wollte euer freundlicher Fußballfan ja schon in Sommer die Brocken komplett hinwerfen, aber als ich dann trotz der Siegeserie meiner Borussia morgens inna Zeitung immer nur Müll lesen musste und ich mir Woche für Woche vorkam als säß ich grad in dem ollen Fiesta vom Horst seine Tochter – umgeben von Schrott – da hab ich mir gedacht: „Kalle, dat geht so nich – da musse wat tun!!“

Tja, und als dann auch noch meine Lisbeth zu mir sagte: „Kalle, dat is wie beim Lattek damals – wenn dir dein Herz sagt, dat du dat machen muss’, dann musse da wieda ran… bei de Mauertaktiker!“ …

Also bin ich wieda hier. Aber leider Gottes ohne Tonband du, nur schriftlich – alldieweil sich der Radio-Vogel nämlich mit sein Kassetten-Rekorder nache Bayern verdrückt hat und der Kleine vonne Uschi mit sein Ei-Pod nur Musik daddeln, aber nich’ aufnehmen kann – wat soll man dazu noch sagn. Tus’e machen nix, woll?!

Komm’ wa also zurück zum Wesentlichen – zu de Pappnasen auße Bundesliga – und wat soll ich dazu noch sagen: Läuft doch grad ganz gut für die Jungs ausm Revier, woll.

Also ma abgesehn vonne Schalker, den erst dat Dach aufn Kopp fällt und die dann der Tiefschlaf packt, während Haschemian zum Hubschrauber ansetzt!! – Sehr zur Freude übrigens von mein Schwager aus Bochum, aber dat versteht sich ja von selbs‘! Apropos mein Schwager und Haschemian, der sacht nämlich imma: „Wenn der Herrlich den Hubschrauber ers‘ zum fliegen bringt, dann stoppt uns keiner mehr!“

Na, denn – ich persönlich glaub ja, dat dat mit’n Haschemian ne Eintachsflieger war, aber wir woll’n ma nich‘ so sein – vor allem, weil meine Borussen ja neuerdings auch n Überflieger habn: Nämlich den Kevin Großkreutz! Oder wie ich immer sage, den letzten Mohikaner aus Dortmund-Eving…

Ker, wat der in letzter Zeit allet rennen tut, da muss’e ja von ausgehn, dat der pro Kilometer bezahlt wird – so oft wie ich denn die Linie rauf und runter rennen seh. Da muss der Mohamed aber mal ne Schüppe drauflegen, wenner von Afrika-Cup eingeflogen kommt… Oder besser noch – der läuft die Strecke, dann isser zwar ers‘ wieder im Sommer hier, aber fit wie Kevin, dat isser dann!!

Es soll ja auch schon Leute geben, die den Kevin für de Klitschkos bei McFit haben woll’n – quasi als persönlichen Trainer vonne Boxer. Der is dann zwar nich‘ so hübsch wie die Perle ausm Video, aber fürn Lacher isser immer gut – vor allem dann wennern Mund aufmachn tut:

„Ich lese ohnehin nicht so viel, was Zeitungen schreiben“, hatter mal gesacht, „wenn, dann bei schwatzgelb.de oder transfermarkt.de!“

Dat is zwar n Zitat aus Sommer, hat aber jetz‘ in sofern ne Brisanz bekomm‘, weil der Kevin nämlich inner Reviersport, die ich ja persönlich immer lesen tu, gesacht hat, dat’er in Kürze n Termin für einen ‚Lesenachmittag in der Evinger Stadtbücherei‘ hat. Da kann man denn ja nur hoffen, dat’die Schalker noch’n paar Leute einkaufn tun, sons‘ hat der Kevin ja nix, worübr der den Kids ma wat vorlesn kann??!

Aber, vielleicht liest’r dat hier ja jetz auch und leiht sich von mir mal bis dahin noch n paar olle Panini-Sammelhefte aus!! Dann klappt et bestimmt auch mit den Jungs von meine Nachbarn.

Also gehabt euch wohl und bis’ nächs’e ma – Hausse rein, Euer Kalle!!

Bild: TimTim.com

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

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