Derbys allerorten

derby_500Es wimmelt in letzter Zeit nur so von Derbys. In der Bundesliga wird inzwischen fast jede Partie zum Derby erklärt, denn irgendeinen, noch so absurden, Anknüpfungspunkt findet man ja immer. . Und es scheint viel, viel schöner zu sein vom X-Y-Derby zu berichten, als wenn da nur ein ganz normales Fußballspiel läuft. Eine Unsitte, der Mauertaktik mit Vergnügen Vorschub leistet.

Einige Spiele werden natürlich völlig zu Recht als Derbys bezeichnet, denkt man z.B. an die Stadtderbys in Hamburg oder München oder auch an Spiele im Revier. Eins der traditionsreichsten deutschen Derbys dürfte das Duell zwischen Nürnberg und Fürth sein. Das Frankenderby fand bisher 253 mal statt und entschied lange Zeit über die Vormachtstellung in Fußballdeutschland. Als richtiges Derby kann man am bevorstehenden 19. Spieltag auf jeden Fall das Duell zwischen Bochum und Schalke bezeichnen, zwischen denen doch eine gesunde Rivalität vorherrscht. Mit besonderer Aufmerksamkeit wird sicher VfL-Edelfan Frank Goosen das diesjährige Derby verfolgen. Neu-Schalker und Ex-Bochumer Edu wurde seinerzeit in einem seiner Programme als „einziger Brasilianer, der keinen Fußball spielen kann“ bezeichnet. Hoffen wir für ihn, dass er Recht behält.

Das heutige Freitagsspiel zwischen Freiburg und Stuttgart geht wohl auch noch als Derby durch . Vielleicht Südwest-Derby oder auch Baden-Schwaben-Derby. Allerdings wird damit traditionell eher das Duell von KSC und VfB bezeichnet. Aber für dieses Jahr können wir das als Ersatz mal durchgehen lassen. Mit Bayern gegen Werder folgt am Samstag dann das „Nord-Süd-Derby“. Schon am Namen merkt man, dass da was nicht stimmen kann. Klingt ein bisschen nach „Apfel-Birne-Derby“ oder „Hund-Katze-Derby“. Aber zugegebenermaßen ist das Spiel ein Klassiker, nicht erst seit 2004, und es wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein heißer Tanz. Man könnte das ganze aber auf Grund der Historie vielleicht eher als „Lemke-Hoeneß-Derby“ oder auch als „Michael-Kutzop-Derby“ bezeichnen.

Das Spiel der Hertha gegen Gladbach könnte man dann als „70er-Derby“ oder „Disco-Derby“ bezeichnen, da beide Vereine ihre besten (Bundesliga-)Ergebnisse in den 70ern erzielen konnte. Besonders natürlich die „Fohlen“ aus Gladbach, die ja derzeit wieder den Jugendstil pflegen. Zu Marco „Reuse“ Reus gesellten sich letzte Woche Patrick „Günter“ Herrmann und Fabian „Babs“ Bäcker. Allerdings ist für das Jungwild bei den Aufholjägern aus der Hauptstadt natürlich nichts zu holen. Am Sonntag stehen dann noch das „DAX-Derby“ zwischen Bayer Leverkusen und der SAP Hoffenheim, sowie das „Streichelzoo-Derby“ zwischen den Geißböcken aus Köln und den derzeit zahnlosen Wölfen aus Wolfsburg auf dem Programm. Mauertaktik wünscht guten Durchblick im Derby-Dschungel.

(Bild: Flickr / zappowbang)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

11 Gedanken zu „Derbys allerorten“

  1. Gebe dir da vollkommen recht, mittlerweile wird das Wort Derby viel zuhäufig gebraucht. Als Derby würde ich nur Partien bezeichen, wo Mannschaften aus dem nahen Umkreis gegen einander spielen und man sich absolut nicht grün ist. ZUr Zeit dürfte man in der 1. Bundesliga folgende Partien nur als Derby bezeichnen. Die Revier Spiele zwischen Dortmund, Schalke und Bochum. Dazu das Nord-Derby Hamburg-Bremen, das Rhein-Derby Köln-Gladbach, mit Abstrichen auch Köln-Leverkusen und das Hessen Derby Mainz gegen Frankfurt. Bayern gegen Bremen würde ich dagegen nicht detulieren da Bayern ja fast immer ein Derby hat, vor allem Nord Süd Derby wird ja zwei mal benutzt einmal gegen Bremen und einmal gegen Hamburg, dazu werden noch die Spiele gegen Stuttgart, Nürnber und Gladbach als Derbys bezeichne. Irgendwann muss aber mal gut sein. Da ist ja mittlerweile schon Stuttgart gegen Hoffenheim ein Derby. Aber Entscheident ist ja nicht was in den Medien als Derby dargestellt ist, sondern was die Fans als Derby detulieren und das merkt man, wweil dann in den Stadien immer eine ganz besondere Stimmung herrscht.

  2. Fußpilz ist eine Infektion mit Hautpilzen (Dermatophyten) am Fuß. Der häufigste Fußpilzerreger ist Trichophyton rubrum. In mehr als neun von zehn Fällen ist eine Infektion mit ihm die Ursache des Fußpilzes. Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet Tinea pedis.Rund zehn Millionen Deutsche leiden unter einem Fußpilz, doch nur jeder Zehnte lässt die unangenehme Pilzkrankheit behandeln. Bei jedem Schritt verlieren die Betroffenen pilzverseuchte Hautschuppen, die sich beim nächsten barfuß Gehenden festsetzen und so Fußpilz auslösen können. Vor allem zwischen den Zehen findet der Pilz einen optimalen, feucht-warmen Aufenthaltsort. Beste Voraussetzungen also, um sich weiter ungestört zu verbreiten. Auf Englisch nennt sich der Fußpilz athlete’s foot, „Sportler-Fuß“.

  3. Und mit dem „Derbystar“-Ball von Dortmund ist jedes Spiel ein Derby. Dieses Spielgerät ist so abgrundtief hässlich: weiß und purpur – ganz zufällig die Farbe von BVB-Hauptsponsor evonik. Kein Wunder, dass der HSV rot gesehen und nichts getroffen hat.

  4. Laut Spiegel ist übrigens auch das Spiel HSV-Wolfsburg ein Nord-Derby.
    Da sach ich nur heute Ost-West-Derby Hertha-Bochum!!

  5. Lautern Fans, LAutern Fans, nehmt euch montags frei, denn da läuft im DSF (!) die Bundesliga ZWEI!! DAs schöne ist, dass du dir deinen URlaub längerfristig planen kannst(2-3Jahre), denn: Wir steign nicht ab und ihr nihct auf!!!

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