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Fritz C. Klautermann (2)

klautermannFehlstart für den FCK! Fritzchen Klautermann erinnert sich an König Ottos Weltformel. Denn alles kann so einfach sein…

Vor dreizehneinhalb Jahren stieg der 1. FC Kaiserslautern in die zweite Liga ab – zum ersten Mal in der Geschichte. Ich verfolgte das fatale letzte Spiel am Radio. Immer wieder wurde ins Haberland-Stadion nach Leverkusen geschaltet, vielleicht zu Eddi Endress oder Tom Bayer, ich weiß es nicht mehr. Immer wieder die Auskunft: Noch keine Tore. Das war nicht gut, denn wir brauchten ein Tor, um drin zu bleiben.

Dann das erlösende 1:0 durch Pavel Kuka, eine halbe Stunde vor Schluss. Natürlich Kuka, der Tscheche mit den hängenden Schultern, mein Lieblingsspieler. Nach einer enttäuschenden Saison würde er alle versöhnen mit diesem einen Treffer. Dennoch begann das Bangen. Noch viel zu lange war zu spielen. Am liebsten keine Schalten mehr an den Rhein, keine Tore mehr aus Leverkusen.

Und dann: „Tor in Leverkusen!“ Einwurf. Reinke. Münch. Abstieg. Weltuntergang.

Im Spätsommer kam Otto, den Erfolg im Handgepäck. Im Laufe der Hinrunde setze sich der FCK an der Tabellenspitze fest. Mit sechs Punkten Vorsprung überwinterten die gefallenen Teufel auf Platz eins. Rehhagels Plan für die Rückrunde war simpel, wie sich herausstellen sollte und folgte dem Leitspruch: Vier gewinnt! Der urälteste Schlachtplan, in allen Situationen anwendbar, ob im tiefsten Tabellenkeller, im Kampf um internationale Plätze, Aufstiege oder Meisterschaften: Daheim gewinnen, auswärts punkten. Aber nur einer wie der Essener Zaubermeister schafft es auch, die Ergebnisse auf dem Platz den eigenen Idealen in wundersamer Weise anzugleichen.

Ottos Hamstertaktik hielt für die Fans bei Auswärtsfahrten wenig Erbauliches bereit. Ich stand beim Spiel in Gütersloh im Gästeblock – ein heißer Tag Ende April. Die Sonne brannte herab, die graue Maus aus dem deutschen Niemandsland ging in Führung. Kurz nach der Pause glich Kuka (wer sonst?) aus, danach spielten die Gäste italienisch – auf Ottos Geheiß, kein Zweifel. Das Ergebnis hatte Bestand, der obligate Punkt wurde gesichert.

Vier Punkte gab es aus fünf Auswärtsspielen nach der Winterpause, für den eigenen Anhang durch sechs Siege auf dem heimischen Berg garniert. Damit war die Rückkehr in die Beletage gesichert. Ottos Rechenkünsten sei Dank.

Viel wird dieser Tage darüber diskutiert, ob das Team von Marco Kurz das Zeug zum Aufstieg hat. Im Jahre 10 nach Rehhagel, im Jahre 4 nach Wolfsburg, soll es wieder nach oben gehen. Junge Spieler, junger Coach – dabei wusste schon Rehhakles: Es gibt nicht alt und jung, nur gut und schlecht.

Glaubt man König Ottos Leitsätzen, ist alles kinderleicht. Vertrauen wir also auf seine Weltformel: Drei plus eins = vier gewinnt!

Bild: TimTim.com

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Kategorie: Kolumne

3 Kommentare

  • 1 Franco Persico // 22. Jan 2010 um 1:17 Uhr

    Aus Leverkusen meldet sich ja traditionell Sabine Tupperwahn …

  • 2 Fränck von Schleck // 22. Jan 2010 um 10:13 Uhr

    Hm, hat am Ende doch Andröööhsen und nicht Münch die Bude gemacht?!

  • 3 gses // 22. Jan 2010 um 15:56 Uhr

    Eddi Endres meldet sich normalerweise aus bayerischen Gefilden. Ich vermute stark, dass es Tom Bayer war, der kurz darauf zu Premiere abwanderte. Eine weitere Möglichkeit ist Manni Breuckmann.

    PS: Kuka auf den Trainerstuhl, dann gehts sicher nach oben.

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