Es lebe der König!

pengi_fUnd zwar der König des japanischen Fußballs: King Kazu. Mit bürgerlichem Namen heißt der gute Mann Kazuyoshi Miura und sieht nun seiner 25. Profisaison entgegen. Ja, er spielt noch! Er hat gerade seinen Vertrag beim Zweitligisten Yokohama FC verlängert. In Anbetracht der Tatsache, dass es selbst ein Lothar Matthäus „nur“ auf 21 Jahre gebracht hat eine beachtliche Leistung. Berühmtheit erlangte der junge Kazu zunächst dadurch, dass er mit 15 Jahren die Schule abbrach um nach Brasilien zu gehen und dort Fußballer zu werden. Dort wurde er auch dann auch Profi, unter anderem beim Pelé-Club Santos.

1990 kehrt er nach Japan zurück und wurde zum gefeierten Star der 1993 gegründeten J-League. Dort wurde er unter anderem als Bester Spieler der Saison ausgezeichnet und später auch Torschützenkönig. Eines seiner Markenzeichen war dabei sein Torjubel, der „Kazu-Dance“:

In der Nationalmannschaft spielte er auch stets erfolgreich, eckte als „Brasilianer“ aber oft mit den Trainern an. So wurde er aus dem WM-Kader 1998 gestrichen, obwohl er vorher zu den Leistungsträgern zählte (dieses Ereignis ist in Japan als „Schock von Nyon“ bekannt). Insgesamt kommt er (bis jetzt) auf 89 Länderspiele, bei denen er 55 Tore schoss.

Kazu war auch noch einige Male im Ausland aktiv, unter anderem war er der erste Japaner in der Serie A. In der Saison 1994/95 spielte er für den CFC Genua und konnte einen Treffer im Derby gegen Sampdoria erzielen. Wir wünschen jedenfalls viel Glück in der kommenden Saison!

(Bild: flickr.com / elliottbledsoe)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.