Feine Pinkel

pissenJens Lehmann sorgte mit seinem Pieselschweif beim Stuttgarter Champions-League-Spiel mal wieder für eine astreine Slapstick-Einlage. Lehmanns Bandenstrahl – stellvertretend für eine Zunft mit Pissproblemen.

Afrika – unbekannter, exotischer, wilder Kontinent, der du im kommenden Jahr zum ersten Mal die Weltmeisterschaft ausrichten darfst. Afrika – du Kontinent voller Hexerei und faulem Zauber. Die bei den sympathischen südlichen Nachbarn Europas weit verbreitete Voodoo-Tradition wird auch im Fußball gepflegt. Vor wichtigen Spielen werden von abergläubischen Fans oder Spielern auf dem Feld Tinkturen verschmiert, ganze Broiler verbuddelt oder auch Reviere markiert resp. verhext. Das geschieht natürlich mit Hilfe des guten alten Urin (Geller). Wenn der mitgebrachte Medizinmann schlecht drauf ist, gibt das entsprechende Team die Partie von vorneherein verloren.

Vor diesem Hintergrund nimmt es kaum wunder, dass vor dem Elfmeterschießen des Afrika-Cup-Finales 2006 ein Spieler der Elfenbeinküste vor den Augen aller Beteiligten ganz nonchalant in den Mittelkreis strunzte. Half nix – Ägypten hielt dem (Blasen-)Druck stand und gewann.

Nicht schlecht staunte dagegen der junge Oliver Kahn über einen Mannschaftskameraden, der eine bekannte Metapher etwas zu wörtlich nahm. Der spätere Torwart-Titan war als Jungspund gerade zum Profikader des Karlsruher SC gestoßen, als sich folgende Szene ereignete. Nach dem Training stand Kahn unter der selbstredend kalten Dusche, als er an seinem Bein plötzlich einen verdächtig warmen Strahl spürte. Ein älterer Kollege ließ seine flüssige Nierenausscheidung genüsslich auf die kahnsche Extremität prasseln. Lecker!

Über Jahre zum Welttorhüter gereift, lieferte der Titan dann noch eine versöhnliche Epissode (sic!). Duisburgs kamerunischer Stürmer Mo Idrissou war dem cleveren Agent Provocateur im Bayern-Tor im Jahre 2007 auf den Leim und trat nach einem Kahn-Rempler zu. Die Folge: Rot für den Meidericher. Bei der Dopingkontrolle nach dem Spiel dann die Aussöhnung, als sich die beiden Zankhähne wieder glücklich tranken. Beim entspannten Strahl danach tauschten die Vollprofis die Trikots und lebten glücklich immerfort.

Bild: Flickr / acsflickr

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

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