Wiegenfeste der Woche (8)

lineker_fMauertaktik ehrt traditionell die großen Fußballlegenden – mit Lobeshymnen und 3 L. Auch in dieser Woche feierten und feiern einige Ikonen des Weltfußballs ihren Ehrentag. Wir schickten wie immer eine Brieftaube und gratulieren auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich.

Und zwar zunächst Gary Lineker, der am Montag Geburtstag hatte. Der Mann ist spätestens seit der Torjägerkanone bei der Weltmeisterschaft 1986 eine Legende auf der Insel. Später wurde er dies dann auch in Span … äh Katalonien mit über 100 Einsätzen für den FC Barcelona. Besonders erwähnenswert sind hier seine drei Tore bei einem 3:2-Sieg über Real Madrid. Aber auch hierzulande erfreut sich der Leicesterian großer Beliebtheit, was wohl auch nicht zuletzt auf seine Aussage zurückzuführen ist, dass beim Fußball „am Ende immer die Deutschen gewinnen“. Hoffen wir mal, dass er im nächsten Jahr mal wieder Recht behalten wird.

Auch der Torschützenkönig der WM 1990 feierte in dieser Woche seinen Ehrentag. Salvatore Schilacci wurde gestern 45 Jahre alt. Bei der Heim-WM konnte „Toto“ bereits im ersten Spiel der Italiener einen Treffer gegen Österreich markieren und das trotz der gewagten Aufmachung von Österreichs Torwart Klaus Lindenberger. Im Halbfinale war bekanntlich Endstation gegen Argentinien, obwohl Toto auch hier die Führung für die Azurblauen erzielen konnte. Nach dem Turnier wurde es dann stiller um ihn, 1994 wechselte er nach Japan in die J-League. Gerüchte nach denen er heute zusammen mit Harry Decheiver in Bochum als Polizist arbeitet sind nach Mauertaktik-Informationen haltlos.

Am Sonntag wird dann ein weiterer Engländer ein Jahr älter, der große Sympathien in Doitschländ genießt. Tony Woodcock wird 54 Jahre alt. Der ehemalige Kölner war unter anderem Teil der Wundermannschaft von Nottingham Forrest, die Meisterschaft und Europapokal holte. Für große Sprüche sorgte er vor allem in seiner Zeit als Sportdirektor bei Eintracht Frankfurt. So sagte er zur Analyse eines Spiels gegen die SpVgg Unterhaching: „Ich habe die ganze Nacht gekotzt!“. Angeblich soll er dabei auf eine Grippeerkrankung angespielt haben, aber die Botschaft wird schon bei der Mannschaft angekommen sein. Auch die Transfergepflogenheiten in Mainhattan bereiteten dem englishman Kopfzerbrechen:“Ich habe mir angewöhnt, immer alles genau nachzuschauen, weil es durchaus passieren kann, dass ein Zettel aus der Akte fällt und der Spieler dann doch gehen darf, weil er blond ist.“

(Bild: flickr.com / Yandle)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

1 Gedanke zu „Wiegenfeste der Woche (8)“

  1. Ganz großes Tennis: TOTO Schilacci. Die Erwähnung von Klaus Lindenberger erfreut meine altes Torhüterherz doch sehr.

Kommentare sind geschlossen.