„Töppi, kneif mich!“

Leverkusen-Wochen bei Mauertaktik. Heute: Der legendäre UEFA-Cup-Sieg 1988 in Wort, Bild und Ton!

Nach einem 0:3 im Hinspiel gegen Espanyol Barcelona schaffte man die Sensation im Rückspiel und erzwang nach einem 3:0 im heimischen Stadion das Elfmeterschießen, was man dank Rüdiger Vollborn siegreich gestalten konnte. Sensationell auch der Live-Kommentar von Günther-Peter Ploog, der Bayer zum Sieg schrie.

Das 1:0 für Bayer fiel erst in der 57. Minute, aber selbst Ploog hatte so eine Ahnung und „konnte für nichts mehr garantieren“.

Das 2:0 besorgte Falko Götz aka Galko Fötz. Der obligatorische Schnubi verrät, dass wir in den 80ern sind und auch das fröhliche Getröte hilft bei der zeitlichen Einordnung. Ploogs Kommentar zum Tor:“Jaaa! Jaaaaa! Jaaaaaaaaaaaaaaa!“

Beim 3:0 in der 81. Minute durch Bum-Kun Cha steht kollektive Ekstase auf dem Programm. Ploog:“Töppi, kneif mich! Das kann doch nicht sein!“

Konnte es doch! Und im Elfmeterschießen gab es dann schließlich auch den Pott.

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

4 Gedanken zu „„Töppi, kneif mich!““

  1. Meine Güte, was für ein Abend. War damals im Stadion – und dieses Spiel gehört sicherlich zu den Top Ten meiner Zuschauer“karriere“. Ist zwar nicht mein Verein, war aber trotzdem ein Highlight des Europapokals.

  2. Donnerwetter: wusste gar nicht, dass ein Uefa-Cup-Finale damals auf Bezirkssportanlagen ausgetragen werden durfte. Oder war das etwa die echte Arena von Bayer?

  3. Ach ja, und hier meine beiden Lieblingsszenen aus den drei Videos:
    1. Vielleicht hat sich Tita durch die vielen Körperkontakte etwas gereizt gefühlt? :-)
    2. Die „Zugabe, Zugabe“-Rufe der Bayer-Fans nach dem 3:0 sind einfach nur sensationell!!!

  4. Und noch eine Frage an Fränck von Schleck: Wo bleibt eigentlich die Stammtisch-Diskussion „Steigt Kaiserslautern jetzt endlich auf?“

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