Hoffen gegen Haifa

Es wird eng. Die heutige Partie der Bayern gegen Maccabi Haifa klingt zunächst nach einer klaren Geschichte zu Gunsten des deutschen Vertreters, sie ist aber zunehmend durch die gelinde gesagt etwas beklemmende Tabellensituation in der Champions-League-Gruppe A geprägt. Selbst ein Sieg könnte zu wenig zu sein.

So könnte das lockere Abendprogramm in der Allianz-Arena doch noch zur Zitterpartie werden. Furcht und Schrecken verbreitete Maccabi in dieser Spielzeit aber noch nicht. Die Makkabäer, die in der Champions-League-Qualifikation immerhin die Getränkefachhändler aus Salzburg rauskegelten, stehen noch ohne Tor und Punkt dar. Dabei befindet sich der israelische Fußball derzeit doch vermeintlich in einer Hausse. Die Nationalmannschaft hatte lange Zeit gute Chancen auf die WM, musste nun in der Endabrechnung aber Helvetiern und Hellenen den Vortritt lassen.

Das lag nicht zuletzt an den Legionären im blau-weißen Dress. Zuvorderst Yossi „the Diamond“ Benayoun. Der Wahl-Liverpooler spielte von 1998 bis 2002 auch für Maccabi Haifa. Inzwischen spielt er eine gewichtige Rolle im Starensemble an der Anfield Road. Diesen Status haben die derzeitigen Maccabi-Spieler noch lange nicht erreicht. Bekanntester Spieler ist wohl Kapitän Yaniv Katan, der immerhin ein halbes Jahr bei den Hammers in London kickte. Aber aufgrund der dortigen Konkurrenzsituation zerplatzte der Premier-League-Traum wie die Seifenblase aus dem bekannten Vereinslied.

Nun müssen sich also die Bayern dem Duell stellen und versuchen einen Ball im Gehäuse von Routinier Nir Davidovitch unterzubringen. Nicht dabei sein wird Luca Toni. Im Konflikt zwischem italienischem Spaßvogel und niederländischem Trainerkauz scheint der Ex-Torjäger inzwischen zum Abflug gen Süden bereit zu sein. Wenn ihm da mal der Übungsleiter nicht zuvorkommt. Aber das passt alles ins Gesamtkonzept. Lucatoni zieht es ja vor allem zurück in die Heimat um eine Chance auf einen Platz bei der WM zu bekommen. So muss beim FC Bayern auch ein Trainer her, der Klose und Gomez in WM-Form bringt. Aber wie es aussieht können die Beiden heute gegen Haifa bereits mit dieser WM-Vorbereitung beginnen.

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

4 Gedanken zu „Hoffen gegen Haifa“

  1. Oh! Wollte diese unglaublich schöne Seite natürlich nicht absichtlich zerstören. Asche auf mein Haupt!

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