Henry: Der Held der Franzosen

Skandal in Paris. Monsieur Thierry zeigt sich etwas zu behände. Irland weint – Mauertaktik deckt auf. Wie Henry der Held der „Grande Nation“ wurde…

Paris, Abendstimmung. Die Verlängerung läuft. Henrys Haar sitzt – Gallas‘ sowieso. Es steht spitz auf knapp resp. null zu eins. Der Weltmeister von 1998 braucht dringend ein Tor, um das Elfmeterschießen zu vermeiden. Denn weder Barthez noch Laurent Blanc stehen auf dem Platz, Zidane lümmelt auf der Tribüne. Glatzenküssen is‘ also nicht an diesem Abend. Da nimmt der Mann mit der 14 sein Herz in beide Hände und zusätzlich den Ball in die eine und das Heft des Handelns in die andere. Wenige Sekunden später steht es 1:1. Frankreich fährt zur WM. Die Iren weinen ins Guinness.

Thierry Henry, so viel ist bekannt, ist ein Fußball-Freak. In jeder freien Minute zieht sich Frankreichs Starspieler DVDs mit Begegnungen aus aller Herren Länder rein. Mauertaktik-007 Jürgen H. Nuta, dem es bereits gelang, den Flitzer im Berliner Olympiastadion zu machen (siehe Mauertakticker vom 13. Dezember 2008) und der auch schon erfolgreich in die Katakomben der Allianz-Arena eindrang (siehe „Streng riechende Wölfe“) streunte unter der Woche im Land des Erbfeinds rum, naschte ordentlich Brie und süffelte flaschenweise Bordeaux (original nur mit Gourcuff-Abgang), während er Barcas Ausnahmestürmer auf die Finger sah. Und siehe da: Monsieur Henry schob am Abend vor dem Irland-Spiel ein ganz besonders exotisches Videoband in den Player. Wir haben es abgefilmt und stellen es nun in der Castrop-Rauxel-Premiere zur Verfügung. Film ab für Monsieur Thierry, den Held der Franzosen…

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

3 Gedanken zu „Henry: Der Held der Franzosen“

  1. Habe ich es doch gewusst! Danke an Fränck von Schleck für diesen, nun endlich handfesten und nicht mehr anzuzweifelnden Beweis für die Hinterfotzigkeit der Franzosen. Es lebe der investigative Journalismus!

  2. Paris, Abendstimmung. Die Verlängerung läuft. Henrys Haar sitzt — Gallas’ sowieso. Es steht spitz auf knapp resp. null zu eins. Der Weltmeister von 1998 braucht dringend ein Tor, um das Elfmeterschießen zu vermeiden. Denn weder Barthez noch Laurent Blanc stehen auf dem Platz, Zidane lümmelt auf der Tribüne. Glatzenküssen is’ also nicht an diesem Abend. Da nimmt der Mann mit der 14 sein Herz in beide Hände und zusätzlich den Ball in die eine und das Heft des Handelns in die andere. Wenige Sekunden später steht es 1:1. Frankreich fährt zur WM. Die Iren weinen ins Guinness.

    Lies den Absatz mal laut vor… Wortwitz gehört dosiert… das allerdings hier ist einfach ermüdend…

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