Der Ottokrat

Griechenland fährt zur WM, zum zweiten Mal überhaupt. Möglich gemacht hat das kleine Fußballwunder wieder einmal Otto Rehhagel, dem man auch in Südafrika alles zutrauen muss.

Seit acht Jahren leitet der Essener die Geschicke der Hellenen – und hat schon bevor die WM (Rehhagels erstes Weltturnier überhaupt) über die Bühne gegangen ist, im Land der Götter seinen festen Platz zur Rechten Zeus‘. Wie genau es Rehhagel geschafft hat, die unglaublichen Sensationen fertigzubringen, bleibt wohl für immer sein Geheimnis. Der EM-Titel der Griechen jedenfalls vor fünf Jahren kann als Ottos größter Coup gewertet werden, zumal – man muss es sich noch einmal vor Augen halten – auf dem Weg zum Titel mit Frankreich, Tschechien und Portugal die drei spielstärksten europäischen Mannschaften besiegt wurden. Seitdem könnte Otto wohl auf alle Zeiten durch Griechenland ziehen, keinen Cent in der Tasche – und würde doch stets leben wie ein König.

Hier noch einmal das Tor von „Griechenlands Engel“ gegen Portugal im Originalkommentar. Gänsehaut.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

4 Gedanken zu „Der Ottokrat“

  1. Respekt an Otto und seine Griechen – auch wenn ich deren Art Fußball zu „spielen“ nie werde leiden können! Aber wo bleibt auf Mauertaktik die schonungslose Enthüllungsgeschichte über den Skandal gestern in Paris? Wenn das Spiel nicht verschoben worden ist, dann weiß ich es auch nicht… Arme Iren, armer Trap!

  2. Fußball „spielen“ und „Griechenland“ ist doch ein klassisches Oxymoron.

    Und dass Henry der wohl weltbeste Handballer unter den Fußballern ist, ist auch hinlänglich bekannt, unter den Umständen und bei einem meiner Meinung nach klaren Blick auf das Geschehen durch den Herrn Assistenten ist die Nicht-Teilnahme Irlands (bzw. die Verweigerung eines Elfmeterschießens!) ein Skandal. Mauertaktik, klären Sie auf!

  3. Otto und die Griechen – das passt halt auch zusamm‘ wie Arsch auf Eimer

    schließlich hat der Otto ja auch bei TUS Helene angefangen zu zocken – das klingt doch schon wie Hellas

    aber , wo wir schon mal dem größten deutschen FußballLehrer am huldigen dran sind – hier sein Hammer-Interview mit Uli Köhler von gestern:

    http://www.youtube.com/watch?v=aelFcqt_VBg

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