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Die Hertha-Show

21. Oktober 2009 · Franco Persico · Keine Kommentare ·

herthafreundinIn der Tristesse gefangen. In Nürnberg mit 0:3 verloren. Keine Aussicht auf baldige Besserung. Kein gerade leichtes Programm vor der Brust. Wars das? Mitnichten! In Berlin laufen die Think Tanks der Hauptstadt gerade heiß im Kampf um die ultimative Comeback-Strategie. Mauertaktik mischt da kräftig mit und sucht nach der innovativsten und radikalsten Lösung. Es muss ein Ruck durch Hertha gehen. Hier sind die ersten Denkansätze.

Michael Preetz macht als Manager sicher einen guten Job. Allerdings scheint er die Situation, besonders in finanzieller Hinsicht, etwas zu realistisch zu sehen. Seine nüchterne und der Situation angemessene Art wirkt zur Zeit etwas deprimierend, was natürlich kontraproduktiv ist. In Anbetracht der Tatsache, dass es eigentlich auch Verschwendung ist eine Ikone wie Micha Preetz in der derzeitigen Situation zu verheizen, sollte er möglichst schnell in den Aufsichtsrat „hochgelobt“ werden. Wir brauchen einen Macher, der nie um einen platten Spruch verlegen ist und unrealistische Ziele auslobt. Und wenn ich jetzt sage: eine Mischung aus Donald Trump und Ottfried Fischer, weiß jeder wer gemeint ist: (Iron) Calli. Der Kultmanager und Gewinner der „goldenen Schlemmerente“ (2007) wird die Berliner Medien das Fürchten lehren. Der „Big Boss“ ist zurück.

Die Verpflichtung von Friedhelm Funkel war ja an sich auch eine gute Idee, aber passt dann auch nicht mehr so recht ins Konzept. Calli wird da schon jemanden passendes ausgraben. Ideal wäre natürlich Dragoslav Stepanović, wie Kollege Nuta bereits am Samstag vorschlug. Der wurde von Calli bereits 1993 zu Leverkusen geholt und könnte nun mit Trenchcoat und Zigarrillo wieder auf der Trainerbank Platz nehmen. Der zuletzt bei FK Čukarički Stankom tätige Serbe wäre sicher eine Bereicherung für jede Pressekonferenz und hätte auch für das schlimmste Szenario bereits den passenden Spruch parat: „Lebbe geht weider!“

Die größte Herausforderung folgt dann in der Winterpause. Wie an neue Spieler kommen? Das ganze müsste man groß und medienwirksam aufziehen. „Popstars“ und „Borussia Banana“ waren gestern, jetzt kommt die Hertha-Show! Der derzeitige Kader müsste in einer Art Castingshow gegen andere Bewerber antreten. Aufgrund der klammen finanziellen Situation könnte man da gut vertraglose Spieler, aber auch ehemalige Kultspieler einbinden. Ansgar Brinkmann zum Beispiel hat zwar in diesem Jahr bereits sein Abschiedsspiel bestritten, aber im Rahmen dieses Formats könnte er nochmal für (mindestens) ein halbes Jahr Bundesliga spielen. Hertha-Legende Axel Kruse wäre sicher auch für einen Kurzeinsatz zu haben. Der dramatische Höhepunkt der Show wird dann die letzte Folge sein, wenn das Geheimnis um einen mysteriösen Neuzugang gelüftet wird: Kai Pflaume moderiert das Event, in dem nur die Hertha zählt: Aus dem Shownebel tritt eine Lichtgestalt hervor – Pante ist zurück! Eine erste Umarmung mit Steppi.

Der Klassenerhalt ist damit nur noch Formsache. Trotzdem könnte man einige der Herthaspieler, zumindest diejenigen, die um einen neuen Vertrag „kämpfen“, in der Rückrunde zusammen in einem Container wohnen lassen. Die „Hertha-WG“ wird sich dann gegenseitig zu Spitzenleistungen antreiben, denn es gilt natürlich hier das Highlander-Prinzip: Es kann nur einen geben! Rufen sie jetzt an!

(Bild: flickr.com / cberetta unter creative commons)

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Kategorie: Bundesligen

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