Gummigranulat des Grauens

Fußballidylle
Fußballidylle

Sie nennen es Kunstrasen. Ist es aber nicht eher Teil einer großangelegten Verschwörung? Oder zumindest einer kleinen? Mauertaktik nimmt die Tücken von Plaste & Elaste unter die Lupe.

Erinnern wir uns doch zunächst an das letzte große Spiel im Luschniki-Stadion, das Champions-League-Finale 2008. Dieses Spiel taugt wenig als Negativbeispiel, da extra für das Spiel zwischen ManU und Chelsea ein Naturrasen über den üblichen Belag gelegt wurde. Aber wirklich überall? Verschwörungstheoretiker haben längst herausgefunden, dass im Elfmeterschießen John Terry auf einem Stück Gummigranulat ausgerutscht ist. Bekanntlich ging sein Grätschschuß an den Pfosten und der Titel für Chelsea verloren. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass im Luschniki-Stadion auch das Finale der Eishockey-Weltmeisterschaft 1957 stattfand.

Auch nicht vergessen werden darf der Tierschutz. So sind doch viele Rasenplätze Heimat des Talpa europaea, des europäischen Maulwurfs. Was sollen die putzigen Tunnelbauer denn tun, wenn ihnen auf einmal Beton den Weg ins Freie bzw. auf den Platz versperrt? Ganz schön fies wäre das. Und bei der richtigen Platzierung von Maulwurfshügeln auf dem Platz muss man sich nicht wieder auf die unsichere Methode einer Papierkugel verlassen, wenn man eine Ecke braucht. Auch ist zu bedenken, dass mit der zunehmenden Verbreitung von Kunstrasen die Weidemöglichkeiten für Schafe und Kühe zurückgedrängt werden. Und mit den Milchbauern will sich sicher auch die UEFA nicht anlegen.

Ebenfalls muss man sich die Frage stellen, warum man mit dem Kunstrasen und den entsprechenden FIFA-Regularien à la „FIFA RECOMMENDED 2 STAR“ lediglich einen besseren Rasenplatz schaffen will. Ein inkonsequenter Ansatz, der die Möglichkeiten der Kunstfaser nicht erkennt. So würde doch für Spannung sorgen, wenn man bei einer Grätsche schon einmal leichte Verbrennungen in Kauf nehmen müsste. Eigentlich auch albern, man müsste komplett zurück zu den Wurzeln. Daher fordere ich hiermit das Champions-League-Finale 2011 auf (grobem) Schotter auszutragen. Warum soll sich ein Profi nicht die Knie aufschlagen? In diesem Sinne: Es lebe der Sport!

(Bild: flickr.com / leo.laempel unter creative commons)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

1 Gedanke zu „Gummigranulat des Grauens“

  1. Schotter a.k.a Schlacke a.k.a Rotgrant(Franken) a.k.a. Roter Erde…Das wärs

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