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Flattermänner und lahme Enten

21. September 2009 · Franco Persico · Keine Kommentare ·

enteDer sechste Spieltag setzte wenig spielerische Glanzlichter, bei denen man versucht gewesen wäre mit der Zunge zu schnalzen. Vielmehr sorgten einige Spieler für kleine Einlagen aus dem Bereich Slapstick. Insbesondere die Torleute erwischten nicht den besten Spieltag. Höhepunkt hierbei war sicher der Ausflug von Jens Lehmann zur Mittellinie. Dort sollte er nicht etwa in Eishockeymanier gegen einen Feldspieler ausgetauscht werden, sondern versuchte an den Ball zu kommen. Es begann dann mit einer Brustannahme, die aber direkt zur Vorlage für die Kölner wurde. Blöd gelaufen!

Werfen wir aber einen Blick auf die anderen Gesichter des Spieltags. Da gab es nämlich auch ein recht spektakuläres Tor zu bestaunen. Sejad Salihovic stritt sich noch mit Schiedsrichterassistent Mike Pickel über den genauen Tatort für einen Freistoß. Dieser wurde dann fast auf die Torauslinie verlegt, was Salihovic allerdings nicht daran hinderte den Ball direkt aufs Tor zu bringen. Bailly streckte sich dann etwas für die Galerie, während der Ball direkt an ihm vorbeisegelte. Fast schon eine Steigerung der Mario-Basler-Gedenk-Direktecke. Was kommt als nächstes? Nur schwer sich hier etwas vorzustellen, wo man seit der letzten Saison ja in der Bundesliga auch Tore mit Grätschen im Mittelkreis erzielen kann.

In Bochum zeigte sich die neue Offensive des FSV Mainz in Torlaune. Und dies auch mit seinen neuen Gesichtern. Super-Ösi Ivanschitz und Frauenheld Bancé kannte man ja schon, aber nun trumpfte André Schürrle auf. Der A-Jugend-Meister scheint sich schon etabliert zu haben. Auch eine strategische Frage den Teenie in die Mannschaft einzubauen: So können die Zahnspangenfans an Verein und Fanshop gebunden werden. Vielleicht nimmt er ja demnächst mal eine „Hip-Hop-Platte“ auf, würde sicher „supi“ ankommen.

Ein schlimmer Verdacht kam gestern beim Spiel der Hertha gegen Freiburg im Olympiastadion auf: Hat Neuzugang Rasmus Bengtsson Probleme mit der Mafia? Oder warum er hatte er sonst Schuhe aus Beton an? Seine Zweikampfstatistik war gar nicht so schlecht, was aber wahrscheinlich daran lag, dass er aufgrund seiner „Schnelligkeit“ nie in einen verwickelt wurde. Es gilt das alte schwedische Sprichwort: „Ein junger Mann ist kein D-Zug.“ Aber es wäre sicher falsch alles am jungen Mann aus Malmö festzumachen. Es war eine beeindruckend geschlossene Katastrophenleistung der ganzen Mannschaft. Vielleicht mit Ausnahme von Fußballfeingeist Patrice Ébert.

Fast unbemerkt blieb der Auftritt von Luca Toni. Der „Weltmeister“ stand in der Startelf – beim Dritt-Liga-Kick gegen Jahn Regensburg. Am Ende stand ein 0:5 auf der Anzeigetafel. Jahn Regensburg war der erwartet übermächtige Gegner. Höhepunkt für Toni war die Gelbe Karte in der 33. Minute. In der zweiten Hälfte wurde er dann „geschont“. Vielleicht wird er ja auch bald in der zweiten Mannschaft von Mario Gomez ersetzt.

(Bild: flickr.com / fischerhuder unter creative commons)

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Kategorie: Bundesligen

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