Cottbusser Pfennigfuchser

Penny auf der Brust. Da haste was drauf. Ob sich Energie Cottbus damit einen Gefallen tut?

Schon klar, dass man in der strukturell gebeutelten Lausitz nicht mit Pfunden wuchern kann (England ist eh weit weg), sondern eher die vorhandenen Pfennige (wird alles noch umgerechnet) mehrfach umdrehen muss. Aber mal ehrlich: Prekär-Discounter Penny als Trikotsponsor? Wo soll das noch hinführen? Wir dachten eigentlich, dass das Ende der Kassenschlange schon beim VfL Bochum erreicht wäre, der nach dem Billigmarkt kik („Da wo deine Mudda klaut…“) nun das neue Netto (hat kürzlich Plus aufgeraucht) auf dem Jersey spazieren trägt. Doch Cottbus setzt noch einen drauf. Penny. PET-Flaschenbier, abgepackte Schnitzel und Tetrapak-Wein…

Wie geht es weiter? Der 1. FC Köln hat ja bereits den Supermarkt seines Vertrauens gefunden (REWE). Denkbar wäre ein gleichzeitiger Bundesliga-Einstieg von Aldi-Süd (Stuttgart?) und Aldi-Nord (Hannover?). Würde immerhin ein neues, tolles Bundesligaduell schaffen. Lidl, der Global Player unter den Niedrigstpreisanbietern, würde wegen des mundartgerechten Namens wunderbar nach Österreich passen. Lidl Linz – wer würde bei dieser fulminanten Wortkombination noch an RB Salzburg denken? Carrefour Cannes, Wal-Mart Washington, die Liste der potenziellen Interessenten auf der ganzen Welt ist lang. Wir freuen uns über weitere Vorschläge und leiten diese an die FIFA weiter.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

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