Was sind das bloß für Zeiten?

Andy Möller hatte nach Spielen gegen die Bayern selten Freude
Andy Möller hatte nach Spielen gegen die Bayern selten Freude

Die Länderspielpause ist vorbei. Deutschland hat einen neuen 10er, Klose ist raus aus der Krise und alle sind glücklich, alle sind froh. Doch es bleibt natürlich keine Zeit, diesen Augenblick zu genießen, schließlich steht der 5. Spieltag vor der Tür resp. vor dem Tor.

Und wieder rein in den Alltagstrott. Wer unter der Woche noch gegen Aserbaidschan, Moldawien oder Litauen antreten durfte, der kann sich selbstverständlich nicht mehr gegen die Freiburgs, , Frankfurts, Kölns und Schalkes der Bundesliga motivieren. Da wirkt der Bundesliga-Spielplan natürlich wie gemalt, spielen die vier an diesem Wochenende den Graue-Maus-Cup schließlich unter sich aus.

Bei anderen Begegnungen ist da schon deutlich mehr Feuer unterm Dach. In Leverkusen stehen am Samstag die Bänder still, Bayer hat zum Betriebsausflug ins VW-Werk nach Wolfsburg geladen. Der Meister sucht die Form der letzten Rückrunde, die Werkself spielt in der Form der letzten Hinrunde und hat bereits jetzt schon Angst vor der Rückrunde.

Ebenfalls am Samstag ein kurioses Treffen in Mainz. Der Karnevalsverein mit ulkiger Torwartnummer, spielt morgen wohl mit „letzter Kralle“.Halb so schlimm, da bei den Berlinern mit Mittelfeldmann Kacar der einzige Stürmer ausfällt. Ein 0:0 der schöneren Sorte. Am Abend dann zur Primetime um 18.30 Uhr das Topspiel, der HSV empfängt die Schwaben aus Stuttgart. Die Hamburger sind gut drauf, wollen die Tabellenführung unbedingt verteidigen.

In Dortmund empfängt der BVB die Münchener Bayern. Was vor 10-15 Jahren das Topspiel gewesen wäre, ist heute ein Spiel zwischen Platz 8 und Platz 12 und reicht gerade noch so für 15.30 Uhr. Was waren das damals für Duelle… 90 Minuten Hass und Gewalt auf dem Rasen und dazwischen immer wieder zärtliche Turteleien zwischen Heiko und Oli und hässliche Schwalben von Andreas Möller, die man trotzdem irgendwie schön fand. Eine Rivalität aus längst vergangenen Tagen. Oliver Kahn knabbert jetzt lieber an KMH und die Bayern-Torhüter treten heute nicht mehr haarscharf an freundlichen Schweizern vorbei, sondern an Bällen.

O tempora o mores!

(Bild: flickr.com / Ramonah)

1 Gedanke zu „Was sind das bloß für Zeiten?“

  1. 0:0 ist nicht drin! Wenn ein Wassermelonenmann auswärts fährt, sind 3 Punkte gebucht. Hahohe

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