Erfolgreiche Robbenjagd

seal-ballUli Hoeneß war tagelang abgetaucht! Dann stand er plötzlich wieder vor Kalle und dem Rest der Crew – mit blutverschmierter Harpune. Mission Robbenjagd accomplished!

Die Bundesliga geht in die vierte Runde und während alle auf der Suche nach den richtigen Anstoßzeiten ihres Lieblingsklubs sind (Samstag 22.30 Uhr, Sonntag 09:40 o.ä.), hat Uli Hoeneß klammheimlich seine nächste Beute erlegt. Der sympathische Schwemmländer Arjen Robben wird mit seinen Kloks künftig beim deutschen Rekordmeister übers Trainingsgelände klappern.

Man staunte nicht schlecht, als der FC Bayern aller Krise zum Trotz unter der Woche bei Union Berlin gewann. Doch die viel größere Überraschung war, dass Ex-Manager in spe Uli Hoeneß, der 70 Jahre kein Bayernspiel verpasst hatte, offenbar nicht den Weg in die Hauptstadt fand. Was war der Grund? Solidarität zum Bruder? Natürlich nicht. „Dringende Transferangelegenheiten“ hieß es, und während sich ganz München bereits auf einen neuen Torhüter freute, meldete Hobby-Inuit Hoeneß mit blutverschmierter Harpune Vollzug bei der sommerlichen Robbenjagd.

Flügelflitzer mit Hose

Arjen Robben also soll’s nun richten bei den Bayern, die nach dem verkorksten Start in die neue Saison dringend Handlungsbedarf sahen und die Transferausgaben auf sensationelle und noch nie dagewesene 75 Millionen Euro schraubten. Lächerliche 25 Mios werden für den Flügelflitzer (mit Hose) von der Säbener Straße nach Madrid transferiert. Auf der einen Seite also eine Menge Asche weniger auf dem Konto und auf der anderen Seite – ja, was denn eigentlich?

Am stärksten ist der dribbelstarke Holländer sicherlich in der linken Offensive. Eine Position, die mit Olic und notfalls Ribery schon recht schwach besetzt ist. Aber rechtfertigt dieses „Luxus“problem einen solchen Verzweiflungseinkauf? Für den Laien auf den ersten Blick nicht, doch van Gaal plant ganz anders. Nach geheimen Mauertaktik-Insiderinformation wird Robben eine Art Torwartlibero auf der Zehnerposition hinter den Spitzen spielen. Eine absolute Schlüsselrolle in einem System, das Louis van Gaal einmal vor langer Zeit für schlechte Zeiten am Reißbrett entworfen hat.

Andere Quellen behaupten, dass der Stürmer (laut einer glatten Spielerpasslüge 25 Lenze jung, sieht aber schon aus wie Lothar Matthäus kurz nach Karriereende) in aller Ruhe seine Karriere ausklingen lassen möchte. Schließlich hat Arjen Robben schon so gut wie alles als Profi-Fußballer erlebt: Holländischer Meister, Englischer Meister, Spanischer Meister, Fußball-WM 2002 vorm Wohnwagen-Fernseher. Wer so viel erreicht hat, findet den Kick wohl nur noch im deutschen Abstiegskampf.

Mauertaktik wünscht viel Glück.

Bild: Flickr / eschipul

10 Gedanken zu „Erfolgreiche Robbenjagd“

  1. Einer der größten Schwachsinnstransfers der letzten Jahre. Bin ja bekanntlich kein großer Bayern-Hasser, aber ich hoffe, dass die dieses Jahr richtig abkacken. Hoeneß labert und labert immer von gesellschaftlichem Ansehen und zu hohen Transferausgaben bei ausländischen Club und jetzt machts der FC Bollywood genauso.
    Aber CAVE: Teuer=Gut gillt nicht immer!!
    In diesem Sinne HERTHAMANIA

  2. Man weiß wirklich nicht so genau, was das soll. Robben gilt ja überdies noch als nicht wenig verletzungsanfällig. Vor allem hinten präsentiert sich der FCB ja desolat derzeit.

  3. wieso auch in der abweh verstärken, ist doch anerkanntes REAL-Prinzip… und lucio gehen lassen und dafür badstuber spielen lassen, wat willste mehr?

  4. Dass Robbe am gefährlichsten auf der linken Seite sei, ist eine erbämliche Fehlleistung der Recherche-Abteilung der Defensiv-Künstler.

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