Quo vadis, FCB?

heinzDer FCB am Abgrund, so schlecht ging es den Bayern zuletzt am Morgen nach dem Oktoberfest. Was ist passiert, was lief schief? Antworten von Mauertaktik.

3 Spiele, 5 Punkte, keine Niederlage, die Bayern klar auf Titelkurs! So sah die Konstellation Ende August letzten Jahres aus. Klinsi war noch Grinsi, van Gaal ebenso happy im Kreise seiner holländischen Siezfreunde. Ein Jahr später ist der FC Bayern auf dem besten Wege, den nächsten Übungsleiter zu verheizen. Viele Fußballfans in Deutschland umschwebt dieser Tage die süße Hoffnung, die Münchner vielleicht zu Lebzeiten doch noch in den Niederungen des Amateurfußballs verenden zu sehen. In Rom ist ja heutzutage schließlich auch nix mehr los. Reibt sich der Rekordmeister im Stellungskrieg am Limes auf? Eine knallharte Fehleranalyse.

Bayern 2009: Ein 31-jähriger Ketchup-Erbe genügt, um die gesamte Sturmreihe von Deutschlands ruhm- und titelreichsten Klub zur Verzweifelung zu bringen. Was ist da los? Der FCB präsentiert sich saft- und kraftlos, die Fans fordern Lell und Ottl zurück und dem „Kaiser“ konnte Kalle Rummenigge nach dem Spiel in Mainz nur mit Mühe das Manuskript einer Abrechnung in Büttenredenformat entwenden. Aber was ist genau schiefgelaufen?

Obwohl Mauertaktik beim Bekanntwerden des van-Gaal-Wechsels explizit vor dem Hang des Holländers zu Holländern warnte, (siehe: „Obacht vor van Gaal“) ließ man den Neucoach beim Trainingsauftakt unbehelligt seinen mäßig begabten Großneffen Edson Braafheid an der Säbener Straße ausladen. Nicht nur das, auch eine Stammplatzgarantie pinselte der Oranje-Fan seinem Landsmann in den Vertrag. Um den Verdacht auf Vetternwirtschaft zu entkräften, darf der Verteidiger seinen berühmten Verwandten nur privat siezen – im Mannschaftskreis hat er ihn (wie alle anderen Spieler) mit „mon Général“ anzureden.

Fürs Mittelfeld ließ man sich Zweitligakicker Marco Engelhardt für 11 Millionen Euro andrehen. Der gab sich bei den Verhandlungen tolldreist als ukrainischer Starspieler aus, brachte seinen alten Schulfreund Toto als „Agent“, und seine Schwiegermutter als „Privatfrisöse“ mit. Bayern-Jungmanager Nerlinger war verzückt und machte den Deal ohne Umschweife auf einer Papierserviette fix. Hoeneß bietet Engelhardt derzeit über Ebay an (Startpreis 1 Euro).

Die Probleme sind also hausgemacht, ein Ende der Misere derzeit nicht in Sicht. Am Samstag Abend klingelte Uli Hoeneß bereits bei einem guten Bekannten in Kalifornien an, wurde aber von Debbie abgewimmelt.

(Bild: Flickr / Andrew Stawarz)

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

2 Gedanken zu „Quo vadis, FCB?“

  1. Also, ich warte ja noch auf den Tag, an dem vanGalle Mario, Timo und Daniel zum Friseur schickt (für nen adretten KurzHaarSchnitt) – vielleicht haben die Boys danach ja wieder mehr

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