Hertha: Alles schweigt, einer lacht

Tristesse in der Hauptstadt. Nur der Berliner Käpt’n Arne Friedrich strahlt wie ein Atommeiler. Der Tausendsassa hat auch allen Grund dazu.

Schwere Zeiten für die Berliner Hertha. Nach der 0:1-Niederlage beim Abstiegsaspiranten VfL Bochum und der Hinspielpleite in Kopenhagen geht es für die Hauptstädter bereits in dieser Woche um die berühmte Currywurst. Verpasst die Favre-Elf die Quali für die Europa-League-Gruppenphase, könnte nur wenige Monate nach einer der erfolgreichsten Phasen der Nachkriegsgeschichte der Sturz in die ballistische Bedeutungslosigkeit folgen. Nur Kapitän Arne Friedrich hat Grund sich zu freuen, heimste das Multitalent doch in der vergangenen Woche im heimischen Olympiastadion seine zweite WM-Bronzemedaille nach 2006 ein. 2,02 m überquert, die Massen begeistert – das gibt dem einzig verbliebenen Leitwolf der Berliner (siehe auch: „Der Zorn des Arnulf“) jede Menge Auftrieb. Im Training legte der gelernte Bad Oeynhausener zuletzt die Latte immer höher, der reaktivierte Dariusz Wosz gab seinen Spielerpass bereits frustriert wieder ab. Wie Mauertaktik erfuhr, will die Hertha nun auch noch Torwart-Legende Gabor Kiraly (derzeit 1860 München) zurückholen. Mit dessen Latten-Spezialabwurf soll fortan das schwächelnde Mittelfeld überbrückt werden. Man darf gespannt sein.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

7 Gedanken zu „Hertha: Alles schweigt, einer lacht“

  1. „ballistische Bedeutungslosigkeit“ ? wenn man schon ein gänzlich zusammenhangloses Adjektiv heranzieht und es nicht mal ne Alliteration wird, ist irgendwas schief gelaufen 😉

  2. @adsf: Blonde Haare, dicke Titten, BSC.

    @Maultaktiker: Ihr wohnt doch um die Ecke; Lust heute „sämtliche“ Hertha Europapokal Heimspiele der Saison 09/10 live vor Ort mit zuverfolgen? So möge man sich melden. (ICQ, Handy, Comunio, Brieftaube)

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