
Ein Talent für Jogi: Oliver N.
Man merkt so langsam, dass man sich in der Vorsaison zur Weltmeisterschaft befindet. Jeder Spieler, der sich noch im entferntesten eine Chance auf einen Platz im Kader der eigenen Nationalelf ausrechnet, versucht nun auf sich aufmerksam zu machen. Manche versuchen eine gute Leistung auf dem Platz abzuliefern, andere wenden sich einfach an die Medien. So wie Timo Hildebrand, der verbal auf seine Rückkehr ins Nationalteam drängte. Dem erteilte Löw vorerst eine Absage. Vor einem halben Jahr dachte bereits der Alt-Internationale “Mad Jens” Lehmann öffentlich über seine Rückkehr nach. Man fragt sich langsam, welche ehemaligen Nationalspieler im Laufe des Jahres noch auf den Plan treten könnten um ein Ticket nach Südafrika fordern.
Insgesamt zwei Länderspiele für den DFB absolvierte Ingo Hertzsch – und er hat sich einen sehr originellen Plan für seine Rückkehr ausgedacht: Er wechselte in die fünfte Liga zu RB Leipzig um durch das Medienecho für den Verein wieder in den Blickpunkt zu kommen. Der Plan könnte aufgehen: sollte Hertzsch ein paar Raufereien mit sächsischen Hooligans überstehen, kommt man an ihm als dann wohl härtesten Abwehrspieler des Landes nicht mehr vorbei. Ebenfalls ein Mann für die Abwehr ist Alexander Madlung, der auch zwei Einsätze im schwarz-weißen Dress vorweisen kann. In den bisherigen Spielen der neuen Saison schaffte es der Mann mit dem härtesten Kopfballtorpedo seit Hrubesch sogar wieder in die erste Elf der Wolfsburger. Der erste Schritt ist also getan, um jetzt Forderungen stellen zu können.
Zwei Talente im Mittelfeld und für den Sturm einen alten Bekannten
Im Mittelfeld ist Marco Reich aus Meisenheim etwas in Vergessenheit geraten. Er kam 1999 bei einem 3:3 gegen Kolumbien zum Einsatz. Er ist in diesem Jahr nach einem einjährigen Aufenthalt beim englischen Drittligisten FC Walsall zum polnischen Verein Jagiellonia Białystok gewechselt. Nahe der weißrussischen Grenze bereitet er sich nun also auf das Turnier vor, welches bekanntermaßen im südafrikanischen Winter stattfindet. Unvergessen sind hierzulande noch immer seine historischen Worte zur Euro-Einführung: „Ich bin wohl der einzige, der sich über den Euro freut: Jetzt bin ich nur noch der Drei-Millionen-Euro-Fehleinkauf!” Mit drei Einsätzen ist Marco Engelhardt schon fast als ehemalige Stammkraft zu bezeichnen. Dieser Marco ist aber zur Zeit mit anderen Dingen beschäftigt, zum Beispiel den freien Fall des KSC zu bremsen. Sehr fraglich, ob da noch Zeit für einen offenen Brief an Jogi bleibt.
Ebenfalls drei Mal den Adler auf der Brust trug Jan Schlaudraff, der seine Nationalmannschaftskarriere mit dem Wechsel zu den Bayern nicht unbedingt optimieren konnte. Seit einem Jahr versucht er nun wieder aufzuholen, was bislang nur mäßig gelang. Ob das in dieser Saison mit den 96ern gelingt, hängt wohl auch davon ab, wie sehr Jogi Löw den Kampf der Hannoveraner um Platz 11 verfolgt. Fast gesetzt ist hingegen seit dem letzten Wochenende wieder Oliver Neuville. Der WM-Held von ‘06 bereitete ein Tor vor und zeigte, dass er nur etwas von seiner Haarpracht, aber nichts von seinem Antritt verloren hat. Aber den hat Jogi ja sowieso auf dem Zettel.
(Bild: wikimedia commons / Nephantz! unter creative commons)
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4 Kommentare
1 briegel // 19. Aug 2009 um 8:27 Uhr
wo bleiben die “västervik-wonderboys”?
2 nedfuller // 19. Aug 2009 um 9:06 Uhr
Ist Dede nicht deutscher Staatsbürger?
Links ist doch auch nicht sooooo gut besetzt bei uns.
Ansonsten: Owomoyela! Der Überraschungcoup 2010.
3 Franco Persico // 19. Aug 2009 um 13:23 Uhr
Stimmt, Owomoyela könnte es wirklich schaffen. Der hat sich rechtzeitig wieder als Stammkraft etabliert.
4 Wassermelonenmann // 19. Aug 2009 um 15:15 Uhr
Gegen Russland muss der Kunstrasen erprobte Malik mit, dann schafft er auch noch die magische “3″!!
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