Chaostage in der Buli

hockey
Mark van Bommels Einsatz im Strafraum erregte die Gemüter der Fans

Endlich wieder Wochenende, Runde Zwo der noch blutjungen Bundesliga-Saison steht an. Nach nur einem Spieltag ist schon wieder ordentlich was los in Deutschlands Fußballoberhaus. Da ist es natürlich schwer, ohne die ordnende Hand von Mauertaktik die Übersicht zu bewahren.

Fußballgucken – des Deutschen liebstes Hobby- klingt relativ einfach, war es in der Vergangenheit auch. Doch in diesem Jahr weiß leider nur Jessica Kastrop und der liebe Fußballgott himself genau, was wann läuft. So bleibt der Freitagabend am Wochenende fußballtechnisch jungfräulich – super Gelegenheit, mal wieder was mit der Frau zu machen. Dafür am Samstag dann sieben Spiele, die sechs eher uninteressanten (Bayern-Bremen, HSV-BVB, Leverkusen-Hoffenheim u.ä.) am Nachmittag und das Topspiel (Köln-Wolfsburg) am Abend. Klasse Erfindung, so ein exponiertes Topspiel. Irgendwann am Sonntag vermutlich dann noch einmal zwei Paarungen.

Doch wer regt sich schon gerne übers Fernsehen auf. Uli Hoeneß bestimmt nicht. Der hat nämlich lieber seinen nächsten persönlichen Kleinkrieg initiert. Christoph Daum war früher, Willi Lemke ganz früher, Rangnick alleine zu langweilig, jetzt also direkt mit Hoffenheims Obermacker, Dietmar Hopp. Auslöser war der Bodycheck von Eishockey-Fan Mark van Bommel gegen den Hoffenheimer Vorsah.

Ex-Bankdrücker Hoeneß bewies bereits nach nur einem Spiel auf der Tribüne, dass er von dort das Spiel gar nicht so gut sehen kann, und relativierte die ebenso unschöne wie unnötige Tätlichkeit des Bayern-Kapitäns nicht nur, sondern gab an der ganzen Aufregung um diese Szene gleich mal dem Sinsheimer die Schuld. Während die ständig unfaire Spielweise van Bommels, die im Übrigen erstaunlich selten geahndet wird, mittlerweile ganz Fußballdeutschland „zum Kotzen“ (M. Breuckmann) bringt, kann Uli Hoeneß zumindest einen namhaften Fan verzeichnen: Kein Geringerer als Stumpen-Rudi unterstützt den Bayern-Manager und findet die holländische Schlächterspielweise wichtig für eine Mannschaft. Dazu muss man wissen, dass diese Aussage von einem über 60-Jährigen kommt, der angekündigt hat, im Falle einer Schalker Meisterschaft den Flitzer zu machen…

Doch zurück zum eigentlichen Kriegsschauplatz. Sicherheitshalber griff Bayerns Vorstandshool neben seiner absurden van-Bommel-These auch noch ein paar Spieler des Gegners an und siehe da, der Plan ging auf. Erst wehrte sich Trainer Rangnick, dann der Boss höchstselbst. Didi Hopp merkte dazu an, dass man „den Hoeneß nicht mehr ernst nehmen“ könne und dass dieser wohl – sollte er das tatsächlich so gesehen haben – „in einer Traumwelt“ lebe. Solch starken Tobak musste Uli H. wohl lange nicht mehr rauchen. Weder in seiner Traumwelt noch auf der Tribüne. Nicht nur die Bundesliga geht an diesem Wochenende in Runde Zwei, sondern wohl auch der Altherrenfight.

(Bild: flickr.com/Dan4th)

13 Gedanken zu „Chaostage in der Buli“

  1. Was mich ja an der ganzen Diskussion stört ist, dass es am Wochenende auch noch jede Menge andere Fehlentscheidungen gab und das bei der peinlichn Schwalbe von Özil z.B. keiner einen Einwand gemacht (http://www.youtube.com/watch?v=ybL4qTgzdl8)

    meiner Meinung nach sollten sowohl der VanBommel als auch der Özil nachträglich mal was für’n guten Zweck spenden

    weder das eine noch das andere Verhalten hat was mit Fußball zu tun.

  2. ick hab schon gehört – ihr feiert krank?!!

    der InterHans und ich haben uns deswegen im Veritas verabredet – die zeigen doch tatsächlich Frankfurt-Nürnberg und nicht den Kracher HSV-BVB… verrückteFußballWelt!

  3. Ich frag mich ohnehin, wie es möglich ist als Holländer eine Spielberechtigung für die DFL zu bekommen??

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