Pokalhelden 2009

TOOOR in Trier!

Das große Favoritensterben blieb, wie in der Mauertaktikpokalvorschau schon vermutet, in der ersten Runde aus. Lediglich zwei Bundesligisten mussten (bislang) die Segel streichen. Die Herthaner konnten in der Overtime noch die Verhältnisse zurechtrücken. Von den meisten Kleinstvereinen müssen wir uns nach nur einer Runde verabschieden. Damit ist es bittere Gewissheit: Keine Europa-League in Neckarelz!

Am Freitag stolperte Vorjahreshalbfinalist Mainz bereits in der Stadt der Sieben Türme. Die Rheinhessen setzten ihren Nachmittagsspaziergang auf dem Spielfeld an der Lohmühle fort und bekamen in der zweiten Halbzeit dann die Quittung dafür. Der VfB Lübeck drehte das Spiel und siegte sensationell mit 2:1 n.V. Man tritt den Lübeckern wohl nicht zu nah, wenn man behauptet, dass der Verein sich nicht in seiner absoluten Blütezeit befindet. Größter Vereinserfolg ist der Halbfinaleinzug im Pokal 03/04. Damals mit klangvollen Namen wie Sven Boy, Martin Groth oder Ferydoon Zandi. Aber nun haben Nico Schrum & Co. ja die Chance, diesen Rekord zu verbessern.

Die Sensation denkbar knapp verpasst hat Wormatia Worms. Die Nibelungenstädter mit dem klangvollen Namen waren 119 Minuten gegen Greuther Fürth ebenbürtig, wenn nicht sogar die bessere Mannschaft. Dann sorgte doch Allagui mit seinem Buzzerbeater für den Favoritensieg. Dabei stehen die Greuther ja in der Tradition des Pokalschrecks TSV Vestenbergsgreuth, deren Fußballer 1996 der SpVgg Fürth beitraten. Doch die Kraft der Bayern-Bezwinger scheint nicht auf die Kleeblätter abgefärbt zu haben. Der letzte große Erfolg der Fürther ist der Gewinn des Hallen-Masters 2000. Seitdem ist im Playmobil-Stadion die Liga 2 zwar dauerhaft im Angebot, aber es fehlen doch etwas die Highlights. In der Liga wird man mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit auf Platz 4 bis 6 landen, da wäre ein Knaller in der nächsten Pokalrunde doch schön. Und vielleicht kann man dann an alte Traditionen anknüpfen…

Am gestrigen Sonntag verabschiedete sich dann auch Hannover 96 mit einem 1:3 an der Mosel gegen Eintracht Trier. Übungsleiter der Trierer ist kein geringerer als „Super-Mario“ Basler. Sein Gegenspieler, der Wario sozusagen, war Dieter Hecking, der sich nach der ersten Halbzeit auf Grund einer 1:0-Führung noch in Sicherheit wähnen konnte. In der zweiten Halbzeit sorgte dann aber Martin Wagner für den Ausgleich. Dabei handelt es sich nicht etwa um den bulligen Mannschaftskameraden Baslers vergangener Tage, der Kaiserslautern 1996 zum Titel schoss. Ist dann wahrscheinlich ein Künstlername zu dessen Ehren. Kurz darauf fiel dann das 2:1 für Trier durch Kapitän Cinar, Senesie entschied die Partie mit seinem 3:1. Game over für die „Roten“. Für die anderen Teams beginnt am 22. September Level 2.

(Bild: flickr.com / areta)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

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