Sir Bobby Robson (1933 – 2009)

Die Hand Gottes und das Knie Illgners verwehrten ihm den größten Triumph. Sir Bobby Robson, eine der bedeutendsten Figuren des englischen Fußballs, ist heute im Alter von 76 Jahren gestorben. Von 1982 bis 1990 war er Nationaltrainer der „Three Lions“ – und grübelte Zeit seines Lebens über die beiden schicksalhaften WM-Spiele, in denen die englische Elf jeweils denkbar knapp unterlag. 1986 war es der größte Fußballer des Jahrhunderts, der Robsons Traum zerplatzen ließ, 1990 die ewige deutsche Elfmetereffizienz.

Dass die englische Auswahl bei der WM in Italien titelreif war, verdankte sie unter anderem der Führungskraft Robsons, der auch die wilderen seiner Schäfchen wie Paul Gascoigne erfolgreich integrierte und ihre Macken und Zoten duldete. „Fußballer sind keine Mönche“, pflegte Robson zu sagen, der als Aktiver für den FC Fulham und West Bromwich Albion 583 Partien bestritt. Als „hängende Spitze“ erzielte er dabei 133 Treffer. Nach seinem Rücktritt als Nationaltrainer nach „Italia 90“ trainierte Robson zahlreiche namhafte Klubs, zuletzt von 1999 bis 2004 Newcastle United. Mit dem FC Barcelona gewann er 1997 den Europapokal der Pokalsieger. Während seiner Zeit beim PSV Eindhoven verhalf er einem bis dato unbekannten brasilianischen Talent zu seinem Durchbruch. Sein Name: Ronaldo.

Den größten Titel, den ein Trainer gewinnen kann, den WM-Pokal, konnte Bobby Robson nie erringen, obwohl er so dicht dran war. 1990 hätte England im Finale erfolgreich Rache für die „Hand Gottes“ von Mexiko genommen, war sich Robson sicher: „Ich hätte alles auf uns gesetzt, was ich besaß.“ Doch bevor es dazu kommen konnte, schoss ein Verteidiger aus Nottingham einem Kölner Keeper ans Knie.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.