Mauertaktik-Liga-Check (2): Die DSF-Montagsgruppe

Weiter geht’s bei unserem Rundflug über die Trainingsgelände der Bundesligisten vor dem Anpfiff zur Saison 2009/10. Nach den Aufsteigern, die gestern abgehandelt wurden, folgen heute logischerweise die Absteiger aus der ersten Liga. Ja, richtig, wir haben die drei Glücklichen bereits ausgemacht! Hier sind sie…

Hannover 96

Vielen spannungsliebenden Fans gilt die Ballsporttruppe aus dem Leinetal nach den Abstiegen von Bielefeld und Cottbus als letzte graue Maus der Bundesliga. In den vergangenen acht Jahren gab es immerhin einen zarten Aufwärtstrend von Platz 11 hoch auf… Platz 11. Für die neue Saison hat der Soester Trainerfalke Dieter Hecking dann auch „Platz 10 bis 12“ als Ziel ausgegeben. Die ganze Biederkeit des Vereins wird schon im eigenen Sechzehner symbolisiert – hier steht der nachweislich langweiligste deutsche Keeper seit Bernd Dreher herum. In den anderen Mannschaftsteilen sieht es wenig besser aus. Ein Sturm, der nicht trifft, trägt ebenfalls nicht gerade zur Begeisterung im Stadion bei. Aber vielleicht wird ja alles anders im kommenden Jahr. Auch einen Bundeskanzler hat die tollste Stadt zwischen Braunschweig und Osnabrück ja schon hervorgebracht.

Ultimative MT-Prognose: Die DFL lässt zum Saisonende einen zusätzlichen Absteiger per TED-Umfrage ermitteln. 98,75 % der Anrufer sprechen sich für Hannover aus.

VfL Bochum

Während der Hannoversche Sportverein wenigstens in den dreißiger und fünfziger Jahren zur nationalen Spitze gehörte, ist der Bochumer Briefkopf so kahl wie die Rübe von Martin Kind. An der Castroper Straße ist der Klassenerhalt deshalb wieder einmal das erklärte Maximalziel. Für das Unternehmen Buli 2010 hat man sich im Mannschaftskreis sogar tolle Kämpferjerseys zusammengebatikt. Sie sind optisch das erste Highlight seit den unerreichbaren Regenbogentrikots der neunziger Jahre. Der Kader wartet dagegen mit wenigen Diamanten auf. Edelhool Herbert Grönemeyer könnte daher bei entsprechend desolatem Saisonverlauf im Januar noch das nötige Kleingeld für ein paar Transfers im örtlichen Bermudadreieck zusammensingen.

Ultimative MT-Prognose: Der VfL gibt am letzten Spieltag noch die rote Laterne ab.
Platz 17 reicht aber dann doch nicht zum Klassenverbleib.

Borussia Mönchengladbach

Hennes Weisweiler dürfte sich bereits mehrmals um die eigene Achse gedreht haben, sollte er den Niedergang des Siebziger-Jahre-Serienmeisters in den letzten Jahrzehnten mitverfolgt haben. Viele große Namen haben bereits mit durchaus mäßigem Erfolg versucht, das Pulverfass Gladbach zu entschärfen. Nun soll es Michael Frontzeck richten. Nach dem spätesten Rauswurf aller Zeiten bei Bielefeld (Laufpass in der 80. Minute am letzten Spieltag) will das Gladbacher Urgestein nun ins Guinness-Buch und sich noch vor dem Laubfall demissionieren lassen. Dazu passt, dass nicht nur die einzigen hoffnungsvollen Talente (Marin, Baumjohann) abgestoßen, sondern auch noch jede Menge Wundertüten aus dem Ausland (Arango? Bobadilla? Meeuwis??) eingeholt wurden. Die klassische Formel für den garantierten Abstieg. Der Montag ruft!

Ultimative MT-Prognose: Coach Frontzeck wird bereits Ende August geschasst,
im April 2010 übernimmt Hans Meyer als 4. Coach der Saison
und läuft mit den Fohlen auf Rang 18 ein.

NICHT VERPASSEN: Morgen in Teil 3 unseres Liga-Checks – „Die jungen Wilden“!

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

1 Gedanke zu „Mauertaktik-Liga-Check (2): Die DSF-Montagsgruppe“

  1. nichts gegen hannover, ja? Die stadt ist wirklich cool besser als z.B. bremen oder sowas. ausserdem stimmt das meiste was ihr schreibt nicht, 96 hat letzte saison öfter getroffen als schalke oder der hsv und tolle spiele hingelegt wie das 3-3 gegen den vfb oder das 4-4 gegen dortmund.

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