HSV: Poker und Pfiffe in der Vorbereitung

Drunter und drüber geht es derzeit beim Hamburger SV. Gellende Pfiffe und „Hoffmann raus“-Rufe erntete der mäßig beliebte HSV-Vorstandsvorsitzende auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung. Grund: Die umstrittene Demission des sportlichen Leiters Dietmar „Dukaten-Didi“ Beiersdorfer. Einziger prominenter Neuzugang an der Elbe ist bislang der Ex-Münchner Zé Roberto (erst 35). Nicht beirren von dem ganzen lästigen Vorbereitungs-Trara ließ sich derweil Aufsichtsratsmitglied und Ex-Profi Sergej Barbarez. Der Bosnier jettete vergangene Woche wie geplant ins Zocker-Mekka Las Vegas und nahm dort an der „World Series of Poker“ teil. Zu hoffen bleibt, dass der HSV 2009/10 mehr Erfolg hat als „Mr. Deuce-High“. Barbarez flog an Tisch 54 bereits in der ersten Runde hochkant aus dem Turnier und konnte dann noch ein paar Tage das reiche Kulturangebot der Stadt genießen.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

2 Gedanken zu „HSV: Poker und Pfiffe in der Vorbereitung“

  1. „Barbarez flog an Tisch 54 bereits in der ersten Runde hochkant aus dem Turnier und konnte dann noch ein paar Tage das reiche Kulturangebot der Stadt genießen.“

    das Teilnehmerfeld bei der WSOP ist sehr groß und bereits an Tag 1A-D wird das Teilnehmerfeld bereits kräftig dezimiert. Für einen Amateurspieler ist es eher normal am ersten Tag rauszufliegen und keine Schande wie hier suggeriert. :)

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