Die richtige Ernährung gewinnt in der Lebensplanung vieler Menschen immer mehr an Gewicht. In besonderem Maße gilt diese Entwicklung natürlich für Hochleistungssportler, aber auch für unsere Bundesligaprofis. Allerorten hört man von ketogenen Diäten, glykämischen Indizes und der Laktattest wird zum ersten Gradmesser in einer Saison. Vorbei sind die Zeiten in denen man mit einem Mannschaftskollegen locker in die Pizzeria gehen konnte um dann nach fünf, sechs Weizen mit den anderen Gästen noch ein lockeres Gespräch zu führen. Gerade in den Trainingslagern wird in der Ernährungsplanung nichts dem Zufall überlassen.
Unser erster Blick geht deshalb nach „Schmerzlake“, wo Schalke seinen neuen Übungsleiter Felix Magath kennenlernen durfte. Hierbei standen nicht nur körperliche Gemeinheiten auf dem Programm, sondern auch die Speisekarte sorgte für Angst und Schrecken. Am ersten Tag gab es nur Brotsuppe und Apfelschorle. Derart entkräftet war auch der zweite Tag dann kein Vergnügen mehr, als Indiana-Jones-Fan Magath ein Menü mit Augapfel-Suppe, Schlange surprise und Affenhirn auf Eis anbot. Da war auch der letzte Spieler gebrochen.
Ganz anders geht der Aufsteiger aus Mainz an die Problematik heran. Der norwegische Übungsleiter Andersen hat den Triumph der Dänen bei der EM 1992 genau analysiert und kehrt mit seinem Team nun regelmäßig bei McDonalds ein. Ansonsten wird am Bruchweg eher Traditionelles angeboten. Neben dem obligatorischen Handkäs mit Musik setzt man auch im Internetzeitalter auf WWW (Weck, Worscht un Woi). So lässt es sich im Trainingslager aushalten. Und vielleicht zaubert ja Zsolt Löw noch eine Gulaschsuppe.
Auch bei der Berliner Hertha hat Lucien Favre vor allem in der Vereinsküche eine kleine Revolution veranstaltet. Früher konnte man beobachten, wie sich ein Marko Pantelic zwischen zwei Trainingseinheiten noch schnell eine „Currywurst ohne mit doppelt Pommes“ reinzwängte. Das ist nun vorbei und stattdessen macht Co-Trainer Harald Gämperle jetzt Schnittchen und stellt für jeden Spieler ein Orgienpaket zusammen. Und so verwundert auch die Methode nicht mit der der helvetische Trainerstab die Stammspieler für die nächste Saison ermitteln will. Wer beim traditionellen Käsefondue am Ende des Trainingslagers sein Brotstückchen im Käse verliert wird beim Saisonstart gegen Hannover auf der Bank platz nehmen müssen. Vorteil von Bergen!
(Bild: flickr.com/WordRidden unter creative commons)
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3 Kommentare
1 Jürgen H.Nuta // 15. Jul 2009 um 8:51 Uhr
YES! Das ist eine Curry36-C-Wurst! Erkenn ich an der Konsistenz und am Stehtisch. Sehr geil.
2 ritschie kampunschinski // 15. Jul 2009 um 11:57 Uhr
leider entfallen mit nicht erlaubten Pizzeriabesuchen auch die geplfegte Schlägerei mit anwesenden Gästen (ehmalige Bayernstars wissen bescheid).
Schadé schadé
3 Krümel der Woche (09/29) : Fritten, Fastfood & Co. // 18. Jul 2009 um 16:32 Uhr
[...] Die Speisepläne der Bundesliga [...]
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