Marko Marin – Das etwas andere Talent

Reihte sich ein in die Ahnenreihe der Bayernbank

Es ist amtlich – Marko Marin spielt ab der nächsten Saison für die Grün-Weißen aus dem Norden. Damit angelte sich Bremen ein Juwel des deutschen Fußballs. Doch Marins Entscheidung pro Werder ist gegen einen in Deutschland herrschenden Trend. Mauertaktik erinnert an die größten Talente, die sich beim FC Bayern die Karriere versaut haben.

Den Anfang machte wohl im Jahr 1980 Karl Del’Haye. Der Stürmer, der in Gladbach noch von den Fans kumpelhaft „Kalle“ oder „Calle“ genannt wurde, wechselte nach 6 traumhaft schönen Jahren vom Niederrhein im besten Fußballeralter (25) an die Isar. Der große FC Bayern zahlte für den Rechtsaußen die damalige Rekordablösesumme von 1,3 Millionen D-Mark und setzte ihn danach regelmäßig als Rechts-draußen ein. Einer der Gründe für Del’Hayes heutige Popularität…

Insgesamt etwas spektakulärer machte es dagegen Michael Sternkopf. Der Karlsruher Junge schoss gleich in seinem Bundesligadebüt nach gerade mal sechs Minuten die erste Bude und war folgerichtig sofort der neue Stern(kopf) am bundesrepublikanischen Fußballhimmel. Doch dann kam auf einmal die Wiedervereinigung und Michi Sternkopf hatte urplötzlich nicht mehr die albernste Frisur der Bundesliga. Dennoch holte sich der Rekordmeister den Wunderjungen im besten Alter (21), um ihn dann am ausgestreckten Bein verhungern zu lassen. Eine ganz ähnliche „Karriere“ hatte im Übrigen Thorsten Fink. Zwar nicht ganz so gehypt wie Sternkopf, mutierte auch er vom KSC-Stammspieler zum Bayern-Bankhocker (1997).

Eines der größten deutschen Talente auf der ganzen Welt erkrankte ebenfalls am FC Bayern: Sebastian Deisler, bereits zum Heilsbringer für den deutschen Fußball auserkoren, löste 2002 den Fahrschein in Bayerns Landeshauptstadt. Ein Wechsel, der niemanden etwas brachte. BastiFantasti wurde schwer krank (Knie und Gemüt), kam danach eigentlich auch nie wieder richtig in die Spur und der FC Bayern hatte einen Batzen Geld verbrannt. Uli Hoeneß unterschrieb seinem Bruder Dieter nämlich für Deisler einen 18-Millionen-Mark-Scheck und der setzte sich direkt in den nächsten Flieger nach Rio, um dort mal richtig die Sau raus zu lassen und mit Luizao den nächsten Fehleinkauf vom Zuckerhut nach Berlin mitzubringen (was Caipi alles anrichten kann…). Doch scheint alles „Schnee“ von Gestern.

Ist es also klug, früh zu den Bayern zu gehen? Oder ist es vielleicht viel klüger, bei einem anderen, guten Verein eine Zwischenstationen zu machen? Marins Wechsel wird wohl die Antwort geben: Während das eine Gladbacher Talent (Marin) Diegos Weggang kompensieren soll, ist die neue Rolle des anderen Borussen-Talents (Baumjohann) noch – sagen wir – „unklar“.

Bild: wikimedia commons / Heinz Janssen (Eastfrisian)

3 Gedanken zu „Marko Marin – Das etwas andere Talent“

  1. Ein weiterer FC Bayern bashing Blog! Dinge die die Welt nicht braucht!
    Selig die Armen im Geiste, denn sie wohnen in Berlin!

  2. Bayern-Bashing-Blogs gehören sicherlich zu den Dingen, die die Welt dann doch ganz schön nötig hat. Ferner handelt es sich bei unserem bescheidenen Gehversuch im weltweiten Netz nicht primär um einen BBB. Wir bashen auch viele andere Vereine und Spieler – manchmal sogar uns selbst. Sportlicher Gruß, von Schleck.

Kommentare sind geschlossen.