Maradona-Nachfolge wird heute geklärt

Maradona, AD 1981
Maradona, AD 1981

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Wir befinden uns in einer Woche voller Großereignisse. Neben dem noch andauernden Spektakel in Südafrika ist auch in Europa und Südamerika für Aufregung gesorgt. Der Grund: In dieser Woche feiern einige der großartigsten Fußballer des Planeten ihren Ehrentag. Und der ganze Erdenkreis feiert mit.

Gestern wurde bereits in Frankreich der Nationalfeiertag um 3 Wochen vorgezogen. Ehrengäste bei der Parade auf der Champs-Élysées waren die Geburtstagskinder Zinédine Zidane und Patrick Vieira. Zizou flüsterte dabei der Präsidentengattin die neuesten Transfergerüchte aus Madrid ins Ohr. Vieira steuerte noch ein paar Scherze über José Mourinho bei. Alles in allem eine gelungene Feier. Nach dem Käse zog man sich dann noch zu einer Partie Pétanque zurück.

Heute lädt dann der argentinische Fußballverband zu einer Veranstaltung der besonderen Art ein. Juan Román Riquelme und Lionel Messi, die beide heute ihren Ehrentag haben, werden erwartet um die brennendste Frage am Rio de la Plata endgültig zu klären: Wer ist denn nun der legitime Nachfolger von Diego Armando M.? Ein Indiz gibt es: Als 1997 Maradona nach seinem letzten Spiel für die Boca Juniors sein Trikot auszog, überreichte er dieses „Romy“ Riquelme. In der jüngsten Vergangenheit gab es aber Streit. Riquelme erklärte seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft, da er mit Trainer Maradona nicht „dieselben Grundsätze“ hätte. Blasphemie! Also doch Messi? Auch hier haben wir eindeutige Anhaltspunkte: 2007 zeigte der kleine Junge aus Rosario eine fast perfekte Kopie des Jahrhundert-Tors von Diego aus dem Jahre 1986 (das Tor feierte übrigens diese Woche auch Geburtstag). Aber je länger man darüber nachdenkt, wird klar: Es gibt und wird keinen Maradona-Nachfolger geben, der Mann ist ein Unikat.

Eine eher beschauliche Feier steht am Samstag in Madrid an. Während „La Furia Roja“ sich noch durch den Confed-Cup tanzt, feiert der Daheimgebliebene Raúl González Blanco lediglich sich selbst. Der Rekordtorschütze in allen Lebenslagen schiebt daher auch eher eine ruhigere Kugel. Nach dem morglichen Champagnerbad wird er eine Statue von sich auf dem Plaza Mayor enthüllen. Am Abend dann die obligatorische Party. Sollten auf Grund des Sommerurlaubs derzeit nicht genügend Gäste in der Stadt sein wird Real-Präsident Florentino Pérez sicher kurzfristig noch ein paar verpflichten können.

Wir wünschen allen ein gesegnetes neues Lebensjahr!

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.