Der Konfetti-Cup ist wieder da!

Am Sonntag geht’s los: Der Konföderationenpokal, ehemals König-Fahd-Pokal, unterbricht mit einem peppigen Programm die seit fast schon zwei Wochen andauernde fußballlose Zeit. Es treten wieder die verschiedenen Kontinentalmeister an und treffen diesmal auf Weltmeister Italien und Gastgeber Südafrika. Es erwarten uns 16 Spiele in den kommenden WM-Stadien von Johannesburg, Bloemfontein, Pretoria und Rustenburg.

Die deutsche Auswahl kann auf zwei Teilnahmen in diesem Wettbewerb zurückblicken. Der Auftritt von 1999 fällt in die Ribbeck-Ära, was, wie hier schon am Mittwoch erwähnt wurde, für eine interessante Kaderauswahl sorgte. Unter den vier Debütanten damals (Maul, Gerber, etc.) gab es mit Bernd „Schnix“ Schneider aber auch einen Lichtblick. Allerdings ohne dessen Mithilfe startete man dann vielversprechend mit einer 0:4-Niederlage gegen Brasilien ins Turnier. Keimte dann nach dem 2:0-Kantersieg gegen Neuseeland (Torschützen: Preetz, Matthäus) noch einmal Hoffnung auf, löste man dann doch schlussendlich mit einem 0:2 gegen Weltmacht USA konsequent das Rückfahrticket.

Ganz anders ging es 2005 zu. Da präsentierte die deutsche Mannschaft den absoluten Spaßfußball. Es gab Jubel, Trubel, Heiterkeit und die Geburt des Ulk-Duos Schweini + Poldi, die seit dieser Zeit offiziell die Nachfolge von Tip und Tap angetreten haben. Etwas hinten anstehen musste in der Gute-Laune-Gruppe von Klinsi die Abwehrarbeit, aber man kann ja nicht alles haben. Außerdem war ja die Welt zu Gast bei Freunden.

Dieses Jahr findet der Cup leider ohne deutsche Beteiligung statt, da im letzten Sommer irrtümlich Spanien zum Europameister erklärt wurde. Die Iberer messen sich in Gruppe A mit der gastgebenden Bafana bafana und den Irakern. Neuseeland ist auch noch dabei, sie suchen aber noch einen elften Mann, da sich nur zehn Fußballer finden ließen. Muss wohl ein Rugbyspieler einspringen. In Gruppe B wird das Duell zwischen Brasilien und Italien mit Spannung erwartet. Wer könnte diese beiden Teams gefährden? Bei Osiris, natürlich darf man auch den sechsfachen Afrikameister Ägypten nicht unterschätzen. Den Kleopatra-Kickern wird das Halbfinale aber auch von den US-Boys streitig gemacht. Bei denen soll die Bundesliga-Teilzeitkraft Landon Donovan für Tore sorgen. Ob das klappt? Wir werden es sehen.

(Bild: flickr.com / loop_oh unter creative commons)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

1 Gedanke zu „Der Konfetti-Cup ist wieder da!“

  1. Nicht nur Landon Donovan wird bei den Yankees für Wirbel sorgen, sondern auch Jermaine Jones hat gerade seine amerikanische Ader entdeckt und will sich spätestens zur WM in Sterne und Streifen kleiden.
    Ein herber Verlust für den DFB, der bis zur WM wohl schwer zu ersetzen sein wird. Als gleichwertige Alternativen fallen mir höchstens Rüdiger Kauf oder eine Reaktivierung von Frank Baumann ein.

    Gruß,
    Reksilat.

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