Telekolleg Vertrauensvorschuss

Bei so ziemlich allen Bundesligavereinen sitzen am 1. Spieltag der Saison 2009/10 neue Trainer auf der Bank. Die beispiellose Coach-Rochade in den letzten Wochen führte auch zu einer Mediendiskussion über Ethik und Moral unter den Übungsleitern dieser Welt. Die ärmsten Schweine sind mal wieder die Fans, die sich zwischen Bekanntwerden des Trainerwechsels und dem ersten Punktspiel in einem andauernden Zustand des Haderns befinden, irgendwo zwischen Hoffen und Verzweifeln, freudiger Erwartung und tiefstem Pessimismus.

Es geht auch anders, wie folgendes Interview aus den Untiefen der deutschen Fanszene beweist. Man kann als Anhänger eines im freien Fall befindlichen Vereins, der gerade einen neuen Trainer mit „jeder Menge gestandener Bundesliga-Profis“ im Gepäck verpflichtet hat, sich einfach mal freuen und seinen ebenso grenzenlosen wie unbegründeten Optimismus in mundartigste Lobhudeleien verpacken. „Hunnertprozentisch, mei Schatz!“

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

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