Michaela Roth ist nicht mehr…

… Präsidentin des „Glubb“. Am Mittag gab der Bundesligaaufsteiger aus Nürnberg bekannt, dass die 74-Jährige mit sofortiger Wirkung aus dem höchsten Amt im Verein ausscheidet. Zwei Dinge handelte die erfolgreiche Teppichhändlerin Roth besonders gerne: Perser und Trainer. Nicht weniger als 14 Übungsleiter sah der bärtige Mann mit der Tönungsbrille in nicht einmal 15 Jahren in Amt und Würden kommen und gehen. Felix Magath, Hans Meyer, Klaus Augenthaler – keiner dieser Männer konnte Roth (1,45 m ohne Schuhe) das Wasser reichen, geschweige denn nachhaltig Eindruck auf König Silberbart von Nämberch machen.

Zu bundesweitem Ruhm gelangte Waffennärrin Roth mit ihren markigen Sprüchen. Einige ehemalige Club-Spieler leiden noch heute unter posttraumatischem Stress, weil sie Roths Aussagen („Waffenschein… Hirn durchpusten…“) für bare Münze nahmen. Neben dem überteuerten Verkauf eines verschimmelten Flokati an den Fürther Bürgermeister im Jahre 1978 ist der DFB-Pokalsieg mit dem FCN 2007, dem ersten Titel nach 39 Jahren, Roths größter persönlicher Triumph. Im Gespräch für die Roth-Nachfolge sind nach Mauertaktik-Informationen Manfred Schwabl und Alain Sutter.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.