Shoppen mit Uli

Säbener Straße nachts um 4

Die Saison ist offiziell noch gar nicht zu Ende, da geht der FC Bayern schon auf große Einkaufstour. Nach einem Katastrophenjahr (Platz 2) wird nun aufgerüstet, bis die Schwarte kracht. Geld spielt dabei scheinbar keine Rolle – The Empire strikes back! Mauertaktik wird angst und bange, wenn ein zorniger Uli H. die Platin Card zückt…

Mario Gomez war wohl nur der Anfang. Nur lächerliche 30 Millionen Euro hat der amtierende Vizemeister für Deutschlands Sturmhoffnung Nummer 1 hingeblättert. Eine Summe, bei der die Hälfte aller Bundesligamanager große Augen kriegt oder direkt speihen geht. Uli Hoeneß indes wildert fleißig weiter: Timoschtschuk (o.s.ä.) um die 12 Millionen – zack! Danijel Pranjic rund 10 Millionen – na klar! Und noch immer geistert ein möglicher Neuer-Wechsel für gerade mal 18,5 Fantastilliarden plus Rensing durch Deutschlands Blätterwald, auch wenn die Sache „durch“ sei. Wer kommt als Nächster?

Auf jeden Fall erst einmal Startrainer Louis van Gaal (angeblich ablösefrei…). Der drollige Schwemmländer findet den bajuwarischen Kaufrausch richtig dufte und bringt dann auch gleich Rafael van der Vaart und (!) Wesley Sneijder ins Spiel. Wo auch immer die dann spielen, schließlich wurde ein Alexander Baumjohann (völlig uncoole 0 €) ja nicht für die Bank verpflichtet… Dazu noch den einen oder anderen Verteidiger, Name und Talent eher zweitrangig; Hauptsache, es knallt im Klingelbeutel.

Eines scheint jedenfalls klar: Der FC Bayern hat Großes vor in der nächsten Spielzeit, noch so ein Jahr wie unter Jürgen Klinsmann geht gar nicht. Apropos Klinsmann: Jetzt, da das Geld in großen Haufen auf der Säbener Straße zu liegen scheint, stellt sich die Frage, ob der nicht so richtig erfolgreiche Ex-Teamchef einfach zu doof zum Fragen war oder ob er die letzte Saison absichtlich mit nur 3 Stürmern absolvierte. Wie dem auch sei, man darf gespannt sein, welches Schicksal van Gaal ereilt, wenn er fünf Spieltage vor Schluss nicht Erster ist.

(Bild: flickr.com / aresauburn)