Hast Du Töne (VIII)

Am vergangenen Samstag holte der SV Werder Bremen zum sechsten Mal den DFB-Pokal an die Weser. Auf lange (ewige?) Zeit unerreicht bleiben wird das Jahr 2004, als die Schaaf-Elf zum ersten und bislang einzigen Mal das Double gewann. Und da nicht nur Weihnachten und Ostern sondern auch noch die Geburtstage aller elf Bremer Spieler damals auf den gleichen Tag fielen, wurde die Meisterschaft ausgerechnet im Münchner Olympiastadion eingefahren. Große Tage, die zu großen Taten verleiteten. Und so entstand die Hymne „Lebenslang Grün-Weiß“. Verantwortlich zeichnen Fußballkultfan und Radio-Bremen-Legende Arnd Zeigler sowie sein kongenialer Sangespartner Berthold „Bert“ Brunsen. Zusammen sind die beiden „Die Original Deutschmacher“, in diesem Fall die norddeutsche Antwort auf David Baddiel und Frank Skinner.

Der Song hat alles, was ein Hit braucht. Los geht es mit dem überzeugenden Vers „Was für ein Jahr, wir war’n immer voll da!“ Aus „grün und weiß“ wird im weiteren Verlauf dann noch „gut und heiß“ und obendrein wird das Werder-Double bei 1:48 Min. plastisch aufbereitet – zweifellos neben Ailtons Unten-Ohne-Einlage das ästhetische Highlight des Clips… Feuer frei!

PS: Der Song hielt sich immerhin neun Wochen in den deutschen Single Charts. Dann ging Ailton das Kleingeld aus.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

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