Der Fußball hat Geburtstag

Am 22. Mai meinte es der Fußball-Gott gut mit seinen Schäfchen. Alle Jahre wieder zauberte er am 142. Tag des Gregorianischen Kalenders eine Perle aus dem Jersey. So kommt es, dass wir heute drei Wiegenfeste feiern, die es in sich haben. Mauertaktik würdigt Bum-Kun Cha, Wolf-Dieter Poschmann und George Best.

„Tscha-Bum“ machte es im Jahre 1979 am Frankfurter Flughafen. Begleitet von einer einheimischen Jägerstaffel landete der erste Koreaner mit viel Getöse in der Bundesliga. Bum-Kun Cha (Stammverein: Luftwaffensportklub Seoul) schoss in den folgenden zehn Jahren fast 100 Tore für die Frankfurter Eintracht und Bayer Leverkusen und installierte, als es mit dem Knipsen nur noch im Urlaub klappte, flugs als Nachfolger seinen Sohn Du-Ri, der nach Zwischenstationen Bielefeld, Frankfurt und Mainz nun bei den „Tussen“ vom Deutschen Eck kickt. Papa Cha wird heute 56 – Gratulation!

Er schrie Dieter Baumann zum Olympiagold, moderiert seit fünfzehn Jahren das Aktuelle Sportstudio und genießt spätestens seit FIFA Soccer ’96 auch Kultstatus bei Konsolenfans. Die Rede ist natürlich von Wolf-Dieter Poschmann, der heute sein 58. Wiegenfest begeht. Im Jahre 1996 sorgte Vollblutjournalist „Poschi“ zusammen mit Marco Haber und Fredi Bobic als „tragisches Dreieck“ für einen der größten Fußballkracher aller Zeiten. Die Hitsingle „Steh auf (Eo Amama Eo)“ wurde immerhin zwei Wochen lang auf Antenne Baden-Württemberg gespielt, bevor der Programmchef die CD persönlich zertrat. Bei den Aufnahmen brachten Multitalent Poschmann seine Allüren („Nur lauwarmer Kräutertee!“) allerdings den wenig rühmlichen Spitznamen „Posch Spice“ ein. Dennoch erheben wir eine Tasse Ovomaltine auf die Stimme des ZDF!

Wo immer er ihn auch begehen möge: Man kann davon ausgehen, dass er es ordentlich krachen lässt. George Best würde heute 63. Nordirlands begabtester Dribbelkünstler und größter Trinker schaffte aber nicht mal seinen Sechzigsten und machte sich bereits 2005 auf die Suche nach den besten Bars im Jenseits. Pelé bezeichnete ihn als größten Fußballer aller Zeiten. In seiner nordirischen Heimat ist „Georgie“, der mit Manchester United den Landesmeister-Pokal holte, auf dem 5-Pfund-Schein verewigt. Nur einmal wurde sich der zechende Womanizer aus Belfast untreu: „1969 habe ich das mit den Frauen und dem Alkohol aufgegeben. Das waren die schlimmsten zwanzig Minuten meines Lebens.“ Wir trinken acht Pints auf einen der Größten der Zunft!

(Bild: Flickr / unusualimage)

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

3 Gedanken zu „Der Fußball hat Geburtstag“

  1. Hey!!
    Mein Mitbewohner ist VfB Stuttgart Fan. Er sucht für heute Nachmittag ne VfB Kneipe in Berlin. Hat jemand eine Idee?

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