Was macht eigentlich…Rudi Assauer? (7)

Stumpen-Rudi war immer ein Mann des Volkes
Stumpen-Rudi war immer ein Mann des Volkes

Immer einen flotten Spruch und eine Zigarre auf den Lippen – die Rede ist natürlich nicht von Wirtschaftsminister a.D. Ludwig Erhard, sondern von Rudi Assauer. Nachdem Schalkes Ex-Manager der bunten Bühne Bundesliga im Jahr 2006 den Rücken gekehrt hat, hört man nicht mehr viel vom Freund des derben Wortes. Doch Mauertaktik hört alles!

Vielleicht nicht interessanter- aber doch ein bisschen witzigerweise lief der 1944 geborene Assauer, den man eigentlich nur mit Schalke 04 verbindet, als Spieler nie für Gelsenkirchen auf, sondern immer nur für Werder Bremen und – viel schlimmer – den verhassten Nachbarn aus Lüdenscheid. Doch eigentlich ist die Spielerkarriere des begeisterten Zigarrenqualmers eh nur zweitrangig. Denn den viel größeren Erfolg hatte er in seiner zweiten Karriere als einer gelungenen Mischung aus Manager und Macho. Im Jahr 1981 übernahm Assauer zum ersten Mal den Managerposten auf Schalke, wurde aber bereits 5 Jahre später wieder entlassen. Grund: Zu wenig coole Sprüche.

Das änderte sich dann 1993. Mit den Worten „… die Alte ist trotzdem unheimlich in Ordnung! Ich habe sie kennen gelernt, als ihr Zahnarzt mir das Esszimmer neu tapeziert hat!“ stellt Rudolf A. standesgemäß eine 24jährige Zahnarzthelferin der Öffentlichkeit als seine neue Freundin vor und wird prompt zum zweiten Mal Schalke-Manager. Dieses Mal legt Stumpen-Rudi gleich noch nach und weiß: „Entweder schaffe ich Schalke – oder Schalke schafft mich.“

2005 dann ein kleines Techtelmechtel mit Wonti Wontorra: Der Moderator fragt in einer sogenannten Expertenrunde ausgerechnet Udo Lattek, inwieweit ein Manager aufpassen sollte, „dass sein Grundnahrungsmittel nicht den ganzen Tag über flüssig ist“. Der (königs)blaue Assauer sieht’s sportlich und ruft in einem Werbespot seiner Lebensgefährtin Simone Thomalla „Hol‘ ma‘ Bier – is‘ keins mehr da!“ zu.

Ein Jahr später dann die Erleuchtung: „Wenn der Schnee schmilzt, sieht man, wo die Kacke liegt.“ Und zwar in Gelsenkirchen, wo man ihn 2006 zum Tagesordnungspunkt „Abberufung“ zur Vollversammlung lädt. Doch Cohiba-Assi narrt ganz Schalke und tritt einfach zwei Monate vorher als Manager zurück. Knappe 3 Jahre später dann auch der Rücktritt als Lebensgefährte von Simone Th. Aber eine Neue sucht er derzeit nicht: „Ich geh ja nicht gezielt auf die Straße und gucke mir was aus. Aber irgendwas läuft mir schon über den Weg“.

Mauertatktik wünscht viel Glück, dass er „was Passendes“ findet.

(Bild: wikimedia commons / Produnis)