Schamanismus-Skandal aufgedeckt!

Eine heiße Spur führt ins Amazonasdelta
Eine heiße Spur führt ins Amazonasdelta

Die Bundesliga biegt auf die Zielgerade ein. Rein rechnerisch sind noch 5 Läufer im Rennen, der HSV ist realistisch betrachtet aber schon etwas abgehängt. Bleiben noch vier Kandidaten, die sich alle morgen um 15:30 Uhr ihrer vorletzten Aufgabe zu stellen haben. Mauertaktik betrachtet die entsprechenden Partien.

Hoffenheim – München: Im Hinspiel vergaß Schiri Meyer in der 90. Minute leider das Spiel abzupfeifen. Ging nochmal in Gedanken den Einkaufszettel für den Heimweg durch. Dumm gelaufen: Toni stolpert zum 2:1 ein. Einfach nichts anmerken lassen … . Aber dieses Spiel war für Hoffenheim mehr als nur eine unglückliche Niederlage. In der Folge lag irgendwie ein Fluch auf den Kraichgauern. Da stellt sich schon die Frage: Hatte Klinsi auch ein Team von Spiritisten mitgebracht, welches die TSG verhext hat? Jedenfalls blieb Hoffenheim 12 Spiele sieglos und jetzt, nach Klinsis Abgang, klappts wieder. Zufälle sehen anders aus. Zeit für Hoffes Rache!

Hertha – Schalke: Vor zwei Jahren erschien Christoph Biermanns Buch „Wie ich einmal vergaß Schalke zu hassen“. Damit das den Berlinern nicht passiert schaut am Samstag die Truppe aus Gelsenkirchen vorbei. Den Fangruppen kommt hierbei die moderne Merchandisingmaschinerie zugute. In den Zeiten der selbstgestrickten Fanschals war es nämlich äußerst schwierig bei der obligatorischen Keilerei nach dem Spiel blau-weiß von weiß-blau zu unterscheiden. Jetzt wird das Verfahren durch Trikots und offizielle Schals vereinfacht. Aber Mauertaktik rät vom Fausttanz ab: Gewalt halt!

Stuttgart – Cottbus: Im Neckarstadion sind die Cottbusser zu Gast. Die erlebten am Mittwoch eine teuflische Komödie als Dante sie mit seinem Kopfball in den 7. Kreis der Hölle stieß. Nun sind bei Energie auch noch alle Stürmer verletzt. Na gut, die brauchen sie im gewohnten 6-4-0-System ja eigentlich auch gar nicht. Aber Stuttgart hat zur Zeit einen absoluten Lauf, mit oder ohne Gomez. Ein Auswärtssieg der Lausitzer scheint daher in etwa so wahrscheinlich wie ein Duett von Elvis und John Lennon in der Halbzeitpause. Wir müssen wahrscheinlich dann doch wieder mit Fritzle vorlieb nehmen.

Hannover – Wolfsburg: Als vierte Paarung steht das Niedersachsenderby auf dem Programm: 96 gegen Eintracht Braunschweig. Da die Braunschweiger aber „verhindert“ sind werden sie von den Wolfsburgern vertreten. Müsste also eine klare Sache für die „Roten“ werden. Aber Obacht: Bei den Wolfsburgern handelt es sich um ein talentiertes Nachwuchsteam, das man besser nicht unterschätzen sollte. Sie haben aber offensichtlich leichte Imageprobleme. So wechselt der Wolfsburger Trainer nach dieser Saison auf einen sportlich aussichtslosen Posten in Gelsenkirchen. Dann wird sich wohl auch in diesem Match das „coolere“ Team durchsetzen: Klaus Meine schlägt Ferdinand Piëch!

(Bild: wikimedia commons / PICQ unter creative commons)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

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