Buli: Dreikampf zu viert

Noch gilt: Nur gucken, nicht anfassen!
Noch gilt: Nur gucken, nicht anfassen!

Noch vier Spieltage sind zu bestreiten im deutschen Fußball-Oberhaus. Wer muss runter und wer darf ab dem 23. Mai aus einer überdimensionalen Salatschüssel naschen? Mauertaktik weiß es natürlich, darf aber noch nichts verraten (DFL-Auflagen). Darum begnügen wir uns mit einem Ausblick auf die am Wochenende anstehenden Spiele.

Während Paarungen wie Reitstall gegen Grubenschacht in Gladbach, Aufwind gegen Abstieg in Dortmund oder Gast gegen Auswärtsmannschaft in Düsseldorf einen Hauch von Brisanz vermitteln, sind Partien wie Hoffenheim vs. Köln und Hannover vs. Frankfurt für die Fans in etwa so interessant wie Annemarie gegen Dieter Bohlen. Daher lieber schnell der Blick zur Ligaspitze.

Dort gibt es am Samstag ein numerisches Wunder, geht der Drei(!)kampf zu viert (!!) nämlich im Fernduell (!!!) in die nächste Runde. So viele Ausrufezeichen steckten seit mindestens 1992 nicht mehr im Titelkampf. In Berlin steigt das Dariusz-Wosz-Derby zwischen Hertha und Bochum – auf dem Papier ein klarer Vorteil für die Hauptstadt. Eng wie Zwangsjacke wird’s dagegen im Topspiel zwischen Stuttgart und dem Tabellenführer aus Wolfsburg. Der eine oder andere Zuschauer könnte sich hier schon zur Halbzeit einliefern lassen. Kurios: Beide Teams sind nach aktuellem Stand ohne Trainer für die kommende Spielzeit. Der eine wird’s aber bald und der andere wird bestimmt auch noch gefunden…

Der FC Bayern muss ins schöne Mordor – quatsch: Brandenburg reisen, genauer in die Lausitz. Energie Cottbus unter der Woche mit nettem PR-Gag, kündigte ein Comeback von Vragel „die Axt“ da Silva an (Name von der Redaktion nicht geändert), woraufhin Bayern-Dribbler Franck Ribery kurzfristig seinen Einsatz „aus Verletzungsgründen“ in Frage stellte. Psycho-1:0 für die Lausitzer also bereits vor dem Anpfiff. Doch Trainerfuchs Heynckes konterte postwendend mit Mittagsschlaf als Trainingseinheit. 1:1! Ein Ergebnis, mit dem beide Teams um 17:20 Uhr am Samstag eher nicht leben könnten.

(Bild: Flickr / probek)