
FCB 2010
Der FC Bayern scheint fündig geworden zu sein. Nach eingehender sechstägiger Suche, jeder Menge Sondierungsgesprächen und vielen versandten Absagen (fünf wurden alleine an Lothar Matthäus verschickt, der sich mit mehreren Künstlernamen beworben hatte) scheinen die FCB-Verantwortlichen ihren Apostel gefunden zu haben. Sein Name: Paulus. Nicht General, sondern van Gaal. Genauer: Aloysius Paulus Maria van Gaal, genannt: Louis. Aber Obacht! Mauertaktik hat sich schlau gemacht und warnt vor unerwünschten Folgen eines van-Gaal-Transfers.
Eine kurze Namenskunde vorweg. Louis van Gaals Eltern waren wie viele ihrer weit unter Normalnull lebenden Landsleute Zeit ihres Lebens passionierte Bergsteiger. Um wenigstens ein paar Tage im Jahr die Sonne zu sehen und frische Luft über dem Meeresspiegel zu tanken, unternahmen van Gaals ausgedehnte Reisen in die Alpen. Auf der Seiser Alm verguckte sich Mama van Gaal in die dort zechende Bergsteigerlegende Luis Trenker – der Rufname für den Filius war geboren. Eine Erleichterung auch für die Verwandtschaft, die wegen „deze gekke Voornamen“ bereits die Fäuste in den Taschen geballt hatten.
Aber Obacht! Van Gaal gilt als ausgemachter Holländer. Als warnendes Beispiel darf sein Engagement beim FC Barcelona gelten. Um kein Heimweh zu bekommen, verfrachtete der niederländische Coach vor der Abfahrt kurzerhand acht Profis aus seinem Heimatland in seinen Hymer – sehr zum Ärger der katalanischen Verantwortlichen, die bald ahnten, dass sie ihrem Club einen Bärendienst erwiesen hatten. Der Schmelzkäseimport der Region stieg binnen Wochen um 385 Prozent. Eine Änderung der Vereinsfarben in Orange-Orange konnte gerade noch verhindert werden. Nachdem er seinen Patriotismus derart kundgetan hatte, wurde van Gaal folgerichtig sofort zum holländischen Bondscoach ernannt.
Mit einem Amtsantritt von van Gaal drohen den Münchnern ähnlich apokalyptische Zustände. Frau Antje wird auf Betreiben van Gaals als PR-Dame an der Säbener Straße installiert, de Beukelaer wird neuer Hauptsponsor und in der Arena gibt es nur noch Heineken und TUC-Cracker. Maibäume erhalten fortan stilisierte Windmühlenflügel. Ganz zu schweigen von der zusätzlichen Last, die zu Spieltagen anreisende van-Gaal-Groupies dem Münchner Nahverkehr und dem Personal im Hofbräuhaus aufbürden. Kein Zweifel: Die Folgen der Schwemmländerschwemme in Bayern wären unabsehbar, der Untergang des Freistaats nurmehr eine Frage der Zeit.
Mauertaktik rät: Die Folgen einer Verpflichtung von Louis van Gaal sind unabsehbar. Es empfiehlt sich eine konservative Lösung wie Willi Entenmann oder Klaus Schlappner.
(Bild: Flickr / camarados)
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3 Kommentare
1 MauriciusQ // 4. Mai 2009 um 18:44 Uhr
Oder noch mal Otto Rehagel
2 Ritschie Kampuntschinski // 4. Mai 2009 um 22:46 Uhr
also mein favorit wäre der loddar mit co-trainer erich ribbeck. oder mal was ganz neues, Silvia Neid und Hans-Uwe Pilz…
es bleibt spannend
3 Wassermelonenmann // 4. Mai 2009 um 22:50 Uhr
Vielleicht wirds ja Sasic
EIn klein bisschen FC Bayern Flair nun also auch in der Pfalz!
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