Die Gerüchteküche: Bayern auf Trainerjagd

Der Stuhl ist jetzt frei
Der Stuhl ist jetzt frei

Die Heimkehr von „Don Jupp“ an die Säbener Straße ist vollzogen. Aber er bleibt nur bis zum Saisonende. Diese Entscheidung der bajuwarischen Führungsriege lässt die Suppen in der Fußballgerüchteküche natürlich überkochen. Wer übernimmt die Verantwortung auf der Bayernbank in der kommenden Saison? Auch der Spielermarkt gerät so langsam in Bewegung. Mauertaktik setzt sich die Kochmütze auf und betritt die obskure Welt der Gerüchteküchen.

Die heißeste Frage ist in der Tat die des Cheftrainers beim FC Bayern München. Nach den jüngsten Ausführungen vom Hoeneß-Uli muss es sich dabei um einen echten „Fußballlehrer“ handeln. Da stünde dem Verein natürlich Horst Ehrmanntraut gut zu Gesicht. Das Traineridol aus Einöd überzeugte bei mehreren Vereinen, u.a. mehrere Male in Saarbrücken, aber auch bei Clubs von internationalem Ruf wie es der SV Meppen und Blau-Weiß 90 Berlin sind. Ein großer Vorteil wäre auch, dass man auch keinen teuren neuen Trainerstab verpflichten müsste, sondern nur einen weißen Gartenstuhl in der Allianz-Arena installieren müsste.

Oder doch eine exotische Lösung? Vielleicht sollte Bayern nach der amerikanischen Phase mit Klinsi und Donovan jetzt auch mal versuchen von der guten Trainerausbildung in den neuen Bundesländern zu profitieren. Aber wen nehmen? Petrik Sander trainiert jetzt in Aalen und Angela Merkel hat auch noch Vertrag bis September. Hans-Uwe Pilz soll aber schon angefragt sein.

Die Bundesligaclubs können sich allerdings nicht nur um die Trainersessel kümmern, auch nach neuem Spielermaterial wird fleißig geforscht. Bei mehreren Vereinen steht derzeit der Colo-Colo-Wunderstürmer Lucas Barrios hoch im Kurs. Der 1,93m-Hüne trifft derzeit zwischen Atacama und Feuerland nach Belieben. Da muss man sich schon was einfallen lassen, wenn man den verpflichten will. Deshalb bastelt auch Dieter Hoeneß an einem kühnen Transferpaket. Nach Informationen von Mauertaktik soll Herthinho im Gegenzug nach Chile wechseln. Er sträubt sich wohl noch, soll aber mit einem Posten in der chilenischen Regierung nach Karriereende überzeugt werden.

Und wen holen die Bayern zur neuen Saison? Es bestehen große Zweifel, dass das Festgeldkonto noch mit den Neureichen von der Insel mithalten kann. Aber wenn man an der Isar jetzt sowieso wieder etwas traditioneller denkt, dann muss man sich auch bei den Spielerkäufen nicht nach Buffon oder Messi verrenken. Für Poldi kommt Adolfo Valencia zurück und Jean-Marie Pfaff löst Butt ab. Der neue Trainer wird sie schon jeden Tag ein bisschen jünger machen.

(Bild: flickr.com / realname unter creative commons)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

1 Gedanke zu „Die Gerüchteküche: Bayern auf Trainerjagd“

  1. bin ein wenig enttäuscht, dass ihr uli borowka (große Zeiten bei Türkiyemspor Berlin und BAK) bei euch keine Beachtung schenkt. das wäre echt klasse, wenn ders Ruder übernimmt.
    Ansonsten verweise ich nur auf die ominöse Vertragsauflösung von „Uns Loddar“ in Israel zum Saisonende…

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